Konzept basiert auf "sehr viel Vertrauen"

Corona-Testpflicht auch für die Kleinsten: So lief die erste Kita-Woche in der Region

14.1.2022, 17:37 Uhr
Auch für Kita-Kinder gilt seit dieser Woche Corona-Testpflicht - können Eltern kein negatives Testergebnis vorweisen, darf das Kind nicht in die Einrichtung. 

Auch für Kita-Kinder gilt seit dieser Woche Corona-Testpflicht - können Eltern kein negatives Testergebnis vorweisen, darf das Kind nicht in die Einrichtung.  © Friso Gentsch, NN

Montag, Mittwoch und Freitag sind die Tage mit dem Stäbchen: Kita-Kinder ab dem ersten Geburtstag müssen seit Montag, 10. Januar, dreimal pro Woche auf Corona getestet werden - per Antigen-Schnelltest, einer Bescheinigung für ein negatives Testergebnis aus der Apotheke oder per Pooltest in der Kita. Legen Eltern keinen Nachweis vor, darf das Kind nicht in die Einrichtung.

"Es war bis jetzt kaum der Fall, dass wir jemanden wieder wegschicken mussten", sagt Janina Knoll, Leiterin des Kindergartens Hand in Hand in Hemhofen im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Und wenn, dann nur, weil die Familie vergessen hatte, das Formular auszufüllen.

Die Kitas können selbst entscheiden, ob die Eltern als Nachweis die Testkassette oder einen jedes Mal neu unterschriebenen Vordruck mitbringen müssen. "Wir vertrauen den Familien und wollten den Müll nicht vor Ort haben", erklärt Knoll. Eltern, die sich gegen die neue Testpflicht sträuben, hat sie nicht erlebt. Im Gegenteil: "Alle sind einsichtig und es läuft sehr ruhig ab."

Das bestätigt Doris Bernet-Bauer, Leiterin des Kindergartens Zum Guten Hirten am Wiesweiher in Pegnitz. "Das gesamte Konzept basiert auf sehr viel Vertrauen. Wir haben alle in einem Newsletter darüber aufgeklärt und bisher gut mit den Eltern zusammengearbeitet. Es ist ja auch für die Sicherheit aller." Es helfe keinem, wenn die gesamte Einrichtung sich in Quarantäne begeben müsste.

Beim Rot-Kreuz Kindergarten Kohlenbrunnermühle in Neumarkt verlief der Start ohne Probleme, allerdings, so hätten manche Eltern erzählt, hätten einige Kinder daheim beim Nasenabstrich etwas "rumgezickt", berichtet Kita-Leiterin Birgit Gärtner Das stresst natürlich Mütter, Väter und die Kinder.

Gärtner rät deshalb vor allem bei Kleinkindern dazu, sich in den Apotheken lieber die sogenannten Lolli-Tests zu holen, bei denen die Kinder am Teststäbchen lutschen können wie an einem Lolli. Bereits seit dem Sommer können sich die Eltern hierfür Berechtigungsscheine von der Kita mitgeben lassen, mit denen sie sich in den Apotheken kostenlose Selbsttests abholen können.

Gärtner weist darauf hin, dass die Kontrolle der Testpflicht für die Kindergärten natürlich wesentlich mehr Arbeit bedeutet. Statt in der Gruppe bei den Kindern zu sein, müsse nun montags, mittwochs und freitags morgens immer eine Betreuungskraft am Eingang stehen und bei jedem Kind den Nachweis einsehen.