Schutz vor dem Coronavirus

Erlangen: Spontane Impfaktion in der Brauerei

9.1.2022, 12:37 Uhr
Impfen im Sudhaus: Im Gasthaus Krapp in Alterlangen hat der Arzt Dr. Falk Stirkat übrige Impfdosen verimpft. Hier impft er Alexander Piller aus Bruck.  Ihn assistiert hat der Stadtteilbeirat Sören Brandmähl-Kraus (r.), daneben Marco Krapp.
Foto: Klaus-Dieter Schreiter

Impfen im Sudhaus: Im Gasthaus Krapp in Alterlangen hat der Arzt Dr. Falk Stirkat übrige Impfdosen verimpft. Hier impft er Alexander Piller aus Bruck. Ihn assistiert hat der Stadtteilbeirat Sören Brandmähl-Kraus (r.), daneben Marco Krapp. Foto: Klaus-Dieter Schreiter © Klaus-Dieter Schreiter, NN

Weil er nach einer Corona-Impfaktion in Nürnberg 26 Impfdosen übrighatte, hat sich der Notarzt Dr. Falk Stirkat mit Marco Krapp vom Gasthof Drei Linden in Alterlangen, und dem Stadtteilbeirat Sören Brandmähl-Kraus, zusammengetan, um die übrigen Impfdosen an den Mann und an die Frau zu bringen. Geimpft wurde daraufhin im Sudhaus vom Krapp-Bräu in Alterlangen. „Servus. Jeder der sich heute Impfen oder Boostern lassen möchte, kommt um 19:30 zu uns in die Brauerei!!! Impfausweis und Krankenkassenkärtchen nicht vergessen“. So hatte der Gastwirt und Brauer Marco Krapp auf Facebook zum Corona-Impfen eingeladen. Denn sein Freund, der Notarzt Dr. Falk Stirkat, der auch als Autor überregional bekannt ist („Ich kam, sah und intubierte. Wahnwitziges und Nachdenkliches aus dem Leben eines Notarztes), hatte von einer Impfaktion mit Biontec-Vakzin in Nürnberg 26 Dosen übrig. Die, sagt er, hätte er sechs Stunden später entsorgen müssen. Um die zu verimpfen, hat er sich mit Marco Krapp zusammengetan, und als Assistenten auch noch Sören Brandmähl-Kraus hinzugeholt. Der kennt sich als Einsatzleiter Wasserrettung bei der DLRG natürlich aus mit Desinfizieren und Pflaster aufkleben.

Schnell aufgebraucht

Dem Aufruf sind so viele Menschen gefolgt, dass die 26 übrigen Dosen schnell in die Arme der Impfwilligen gespritzt waren. Das Sudhaus der Brauerei Krapp war dafür genutzt worden. Die Menschen waren von überall aus der Stadt gekommen, wollten diese günstige Gelegenheit nutzen, um an eine Corona-Impfung zu kommen. Erst-, Zwei- und Booster-Impfungen waren dabei.

Auch Alexander Piller hatte den Facebook-Aufruf gelesen. Aus Bruck war er gekommen, im sich den Piks abzuholen. Ihn hat es gleich wieder zurück nach Bruck gezogen. Andere Geimpfte nutzten die Gelegenheit, um in der Gastwirtschaft noch ein Schnitzel zu essen, und um ein Bier zu trinken.

"So niederschwellig wie möglich"

„Wir müssen das Impfangebot so niederschwellig wie möglich halten, damit möglichst viele Menschen sich impfen lassen“, sagt Falk Stirkat. Er und zwei seiner Kollegen wollen darum auch in anderen Erlanger Kneipen Impfangebote machen, wenn wieder Impfstoff übrig ist. Auch beim Krapp in Alterlangen wird es sicher bald wieder ein Impfangebot geben.

Damit kein Impfstoff verfällt, und wir die Corona-Pandemie endlich in den Griff bekommen.

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