Erfolg für Bürgeriniative

Vorerst keine Baumfällungen auf dem Gelände der Bergkirchweih in Erlangen

Stefan Mößler-Rademacher, Leiter der Lokalredaktionen Erlangen und Herzogenaurach
Stefan Mößler-Rademacher

Erlanger Nachrichten, Leiter der Lokalredaktionen Erlangen und Herzogenaurach

E-Mail zur Autorenseite

13.1.2022, 18:30 Uhr
Die Initiative

Die Initiative "BergflairERhalten - mit Sicherheit" sammelt derzeit Unterschriften für ein Bürgerbegehren "Bergbäume retten - mit Sicherheit". © Harald Sippel, NN

"Wir können zusagen, dass keine Baumfällungen erfolgen, ohne dass wir zuvor mit der Bürgerinitiative geredet haben. Der Oberbürgermeister hat bereits die Einladungen für ein Gespräch verschickt." Tiefbauamtschef Andreas Pfeil stellt gleich zu Beginn des Bauausschusses klar, dass die Kritik aus der Bürgerschaft an den geplanten Baumfällungen am Bergkirchweihgelände im Rathaus angekommen sind. Aktuell wurde das Thema spätestens durch die Anfrage der Grünen im Ausschuss.

Die Bürgerinitiative „Bergbäume retten - mit Sicherheit!“ sammelt seit einigen Wochen Unterschriften für ein Bürgerbegehren, um vier große Bäume am Westausgang des Geländes der Bergkirchweih vor der Fällung zu bewahren. Die öffentliche Diskussion, die dadurch erzeugt wurde, hat nun Wirkung gezeigt: Bei der Sitzung des Bauausschusses des Erlanger Stadtrats gab die Verwaltung bekannt, dass das Thema nochmal in der Verwaltung - und im Dialog mit den engagierten Bürgern - besprochen wird.

Neue Variante

Hintergrund: Der Weg am Westausgang des Berggeländes soll laut Stadtratsbeschluss zur fünf Meter breiten Straße ausgebaut werden. Damit soll eine von vier Varianten für Flucht- und Rettungswege, die ein Ingenieurbüro im Auftrag der Stadt entworfen hatte, umgesetzt werden. Die Bürgerinitiative führt jedoch ins Feld, dass mindestens eine weitere Variante möglich wäre, die bisher nicht in Betracht gezogen wurde und die die Einhaltung der Sicherheitsstandards und zugleich den Erhalt der Bäume ermöglichen würde.

Neben dem Tiefbauamt und der Bürgerinitiative „Bergbäume retten - mit Sicherheit!“ werden noch weitere Ämter hinzugezogen. Die zeitliche Vorgabe von Tiefbauamts-Chef Pfeil: "Unser Ziel ist es am 15. Februar den Stadträten die Ergebnisse im Ausschuss präsentieren zu können."

Keine Kommentare