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Bunte Tattoofarbe: Darum sind Allergien schwierig zu behandeln

12.1.2022, 06:00 Uhr
Bunte Tattoos sind im Trend. Wenn es zu einer Allergie kommt, ist die Behandlung aber schwierig.

© Marcus Brandt/dpa Bunte Tattoos sind im Trend. Wenn es zu einer Allergie kommt, ist die Behandlung aber schwierig.

So traten, verursacht durch die farbigen Pigmente oder andere Inhaltsstoffe der Tattoo-Tinte, Allergien und Unverträglichkeiten auf. Diese zeigen sich manchmal erst Wochen oder Monate später, wenn es zu einer Sensibilisierung gekommen ist.

Die vor allem durch bunte Tattoofarbe verursachten Allergien zu behandeln, ist laut Dr. Vera Baur, Oberärztin in der Abteilung für Dermatologie am Nordklinikum Nürnberg, äußerst schwierig. Die Allergene befinden sich tief in der Haut und sind nur schwer wieder aus dem Körper zu bekommen. Häufig werden zur Entfernung von Tattoos verschiedene Laserverfahren eingesetzt.

In mehreren Sitzungen werden die Motive zum Verblassen gebracht. Bei allergischen Reaktionen ist dies aber kontraproduktiv, weil die Pigmente durch die Strahlen zerkleinert und damit neue Allergene freigesetzt werden. Deshalb muss die betroffene Hautschicht mechanisch entfernt werden. Dabei wird die Oberhaut etwa bei einer sogenannten Dermabrasion mittels eines Schleifgeräts bis in tiefere Schichten abgetragen, Narben nicht ausgeschlossen.

Mit der neuen EU–Verordnung, die bestimmte Inhaltsstoffe in Tattoofarben verbietet, will man erreichen, dass solche und schlimmere Folgen der Vergangenheit angehören. Die chemischen Stoffe sollen klar definiert sein.

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