"Pixel Maniacs"

Spieleentwickler Ben Lochmann im Mit.Menschen-Podcast: Vom Trinkspiel zum Blockbuster

Nürnberg , am 15.10.2020..Ressort: Lokales Foto: Michael Matejka..i.H., Mitarbeiterportrait / Mitarbeiterporträt..Thomas Correll..Serie:1 Bild von 2
Thomas Correll

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2.12.2021, 14:00 Uhr
So sieht "Can't Drive This" aus.

© Pixel Maniacs So sieht "Can't Drive This" aus.

Die Arbeitszeiten, so stellt sich heraus, sind gar nicht mal so unregelmäßig, wie man das von anderen, größeren Spieleentwicklern regelmäßig hört. Den Lochmann ist ein Freund des 9-to-5-Jobs. Darauf achtet er auch bei seinem Mitarbeitenden. Das "crunchen", also praktisch 24 Stunden durcharbeiten in der Endphase einer Produktion, könne man bei den Pixel Maniacs ganz gut vermeiden.

Wenn man langsam fährt, explodiert das Auto

Dennoch, viel Arbeit sei es gewesen vor der Fertigstellung von "Can't Drive This", das seit März 2021 auf dem Markt ist. Um was geht's in dem Spiel? "Ein Spieler fährt die Strecke, die der andere gleichzeitig baut", erklärt Lochmann. Klingt chaotisch, ist es auch. "Es ist ein Partyspiel, dass sehr von der Kommunikation der Spieler lebt, das ist das Coole daran." Spezielles Gimmick: Wenn man zu langsam fährt explodiert das Auto - das haben sich Lochmann und Co. beim Hollywood-Film "Speed" abgeschaut.

Im Podcast geht es aber auch um das Geschäft mit den Videospielen, das mittlerweile eine Milliarden-Industrie geworden ist. Hat Lochmann das erwartet, als er mit der Entwicklung kleiner Spielchen auf dem Smartphone begonnen hat? "Nein, aber ich dachte mir schon: So ein Trinkspiel auf dem IPhone, das könnte gut funktionieren." Und Lochmann zielte damit bewusst auf den Massenmarkt. Zielgruppe seien etwa seine Freunde gewesen, "die halt Trinkspiele spielen".

Unglaublich viel Geld mit einem Spiel

Das Cover von "Can't Drive This".

Das Cover von "Can't Drive This". © Pixel Maniacs

Ähnlich wie die Musikindustrie sei die Spieleentwicklung ein "Hit-Driven-Business", das heißt: "Du kannst mit einem Titel unglaublich viel Geld verdienen." Lochmann nennt das Spiel Minecraft als Beispiel, das eines der meistverkauften Games überhaupt ist - und nur von einer einzigen Person entwickelt wurde. Auf ein eigenes Minecraft rechnet sich Lochmann aber nicht allzu große Chancen aus. Nur wenn man grundsätzlich mit einem Flop rechne, könne man langfristig überleben als Entwicklerfirma.

Wird Lochmann mit seiner Firma nach Berlin ziehen? Sind Videospiele Kultur? Wann kommt sein nächstes Spiel heraus und um was geht's? Diese und viele weitere Fragen beantwortet der 36-Jährige im Podcast.

Wer sich für Lochmann und die Pixel Maniacs interessiert, findet Infos auf www.pixel-maniacs.com, auf Facebook ist die Firma zu finden - und auf TikTok kann man den Entwicklern sogar bei der Arbeit zusehen, zu finden unter "Ben Lochmann".

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