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Drei Fragen zum Thema Lesebrille: Interview mit Facharzt Carlos Salazar

17.11.2022, 13:04 Uhr
Ab einem Alter von etwa 45 Jahren sind viele auf eine Lesebrille angewiesen. Für sie gehören beschlagene Gläser, Abdrücke auf der Nase oder in einigen Fällen sogar unscharfes Sehen zum Alltag.

© CARE Vision Ab einem Alter von etwa 45 Jahren sind viele auf eine Lesebrille angewiesen. Für sie gehören beschlagene Gläser, Abdrücke auf der Nase oder in einigen Fällen sogar unscharfes Sehen zum Alltag.

Heutzutage erleben Menschen häufig ab einem Alter von rund 45 Jahren ihren beruflichen Höhepunkt und auch privat stehen Menschen in diesem Alter mit beiden Beinen mitten im Leben. Doch selbst wer sich gut ernährt und Sport betreibt, wird etwa ab diesem Alter bemerken, dass es Körperteile gibt, bei denen sich der natürliche Alterungsprozess auch unabhängig vom eigenen Verhalten nicht aufhalten lässt. Viele Menschen bemerken dies in erster Linie dann, wenn ihre Augen schlechter werden und sie auf eine Lesebrille angewiesen sind. Doch wer aktiv ist, viele Hobbys hat oder sich gerne mit Freunden und Bekannten trifft, stört sich daran auf diese Sehhilfe angewiesen zu sein. Dabei gibt es bereits gut erprobte Möglichkeiten, auf Dauer „Goodbye Brille“ zu sagen.

Carlos Salazar ist Facharzt für Augenheilkunde und arbeitet bei CARE Vision Nürnberg. Er erklärt im Interview was hinter dem Begriff Alterssichtigkeit steckt und was sich dagegen tun lässt.

Carlos Salazar - Facharzt für Augenheilkunde bei CARE Vision Nürnberg.

Carlos Salazar - Facharzt für Augenheilkunde bei CARE Vision Nürnberg. © CARE Vision Nürnberg

Herr Carlos Salazar, wieso brauchen Menschen irgendwann eine Lesebrille?

„Wie all unsere Körperteile unterliegt auch das Auge einem natürlichen Alterungsprozess. Unsere Linse ist in der Regel dafür verantwortlich, das Licht in unserem Auge zu bündeln und so eine scharfe Sicht zu ermöglichen. Mit dem Alter verliert sie aber immer mehr an Elastizität und kann sich daher nicht mehr richtig wölben. Aber auch die Muskulatur der Augen, die dafür verantwortlich ist, dass sich die Linse für Nah- oder Fernsicht streckt, ermüdet, und kann sich damit nicht so leicht auf unterschiedliche Entfernungen einstellen. Das bemerken wir zunächst beim Lesen von Kleingedrucktem. Um diesen Effekt auszugleichen, halten wir dann das Buch oder das Handy immer weiter von uns weg, bis wir die Buchstaben oder den Bildschirm wieder scharf sehen. Irgendwann werden die Arme aber „zu kurz“, wir verwenden im Alltag dann häufig den Begriff Alterssichtigkeit. Obwohl wir heutzutage Menschen mit 45 oder 50 Jahren natürlich noch nicht als alt bezeichnen.“

Werden wir alle irgendwann eine Brille benötigen?

„Tatsächlich ist die Alterssichtigkeit ein Prozess, der sich nicht aufhalten lässt. Es gibt keine Methode, die zuverlässig dagegen angeht. Vielmehr kann es sogar gut sein, dass Menschen, die ihr Leben lang gute Augen hatten, zunächst auf nur eine Lesebrille angewiesen sind. Nach einigen Jahren haben manche dann aber auch Probleme bei der Fernsicht. Dann benötigen sie entweder eine zweite Brille, die sie dann immer im Wechsel mit der Lesebrille aufsetzen, oder sie verwendet die sogenannte Gleitsichtbrille. Allerdings fällt es vielen nicht leicht, sich darauf einzustellen. Insbesondere das Treppensteigen fällt anfangs schwer und Menschen haben das Gefühl zu fallen. Das Gehirn braucht in der Regel eine gewisse Zeit, um sich auf die veränderte Sicht einzustellen. Manche Menschen haben große Probleme damit und gewöhnen sich nie richtig an ihre Brille.“

Welche Möglichkeit gibt es dann?

„Wer Probleme mit einer Lese- beziehungsweise Gleitsichtbrille hat, weil er sie ständig verlegt, es als störend empfindet, dass sie ständig beschmutzt ist, sie bei Hobbys wie dem Motorradfahren, Schwimmen oder Laufen als störend empfindet oder sich einfach nicht daran gewöhnt eine Sehhilfe zu tragen, hat heutzutage verschiedenste andere Möglichkeiten. Neben Kontaktlinsen oder Laserverfahren bietet insbesondere die Implantation einer Kunstlinse langfristigen Erfolg. Ein Eingriff dauert in der Regel nur wenige Minuten, sorgt aber dafür, dass die Sehschwäche für immer behoben wird. Darüber hinaus kann so umgangen werden, dass ein Grauer Star eintritt, der nach und nach die Linsen trüben würde. Eine Linsenimplantation stellt damit eine gut erprobte und effektive Lösung zur Korrektur von Alterssichtigkeit dar.“

Wenn Sie noch weitere Fragen zum Thema Alterssichtigkeit und Linsenbehandlung haben, melden Sie sich gern bei einer unverbindlichen Videoberatung an.

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Über CARE Vision: Im europaweiten Verbund mit der Clinica Baviera Gruppe verfügen wir über Erfahrung aus 30 Jahren und mehr als 1.500.000 behandelten Augen. Wir wenden ausschließlich moderne Technologien und Behandlungsmethoden an und arbeiten mit erfahrenen und qualifizierten Fachärztinnen und Fachärzten zusammen. Das Wohl unserer Patientinnen und Patienten steht für uns an erster Stelle.