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Stress am Arbeitsplatz? Diese Tipps sollten Sie beherzigen

Gregor Grosse

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14.1.2022, 13:37 Uhr
Viele Menschen sind gestresst von der Arbeit. Corona macht es nicht besser.

Viele Menschen sind gestresst von der Arbeit. Corona macht es nicht besser. © Famfeld/shutterstock.com

Stress bei der Arbeit ist für viele Deutsche Alltag. Manch einer kennt es gar nicht anders. Corona hat dieses Phänomen vermutlich noch weiter verstärkt: Lockdown, Kurzarbeit oder Homeoffice heben das Stresslevel auf ein neues Niveau.

Aber auch schon vor der Pandemie war Stress im Berufsalltag der Deutschen weitverbreitet. Das bestätigt eine Studie von Wellnow. Der Dienstleister, der deutschlandweit Unternehmen bezüglich eines gesunden Arbeitsumfeldes berät, hat dafür knapp 1000 Arbeitnehmer befragt. Die Ergebnisse sind erschreckend: Demnach fühlen sich neun von zehn Arbeitnehmern am Arbeitsplatz gestresst.

Jeder Dritte gibt demzufolge an, dass ihm berufsbedingter Stress häufig oder sehr häufig widerfährt. Die zunehmende Erreichbarkeit in der heutigen Arbeitswelt bedeute für viele Arbeitnehmer eine größere Belastung. Die Studie zeigt auch, dass sich der Stress bei über der Hälfte der Befragten negativ auf die Arbeitsqualität sowie auf das körperliche und psychische Wohlbefinden auswirkt.

Das Bundesamt für Arbeit und Soziales sieht das ähnlich: "Stress am Arbeitsplatz kann krank machen", heißt es auf der Internetseite. Das Bundesamt führt den größer werdenden Stress unter anderem auf den Wandel der Arbeitswelt, die fortschreitende Digitalisierung und die schwindenden Grenzen der Arbeitszeit zurück.

Tipps gegen den Stress am Arbeitsplatz

Aber was kann man tun, wenn einem alles über den Kopf wächst? Zunächst ist es wichtig, dass man regelmäßige Pausen einlegt. Auch wenn sich einiges auf dem Schreibtisch anstaut, macht es keinen Sinn, pausenlos durchzuarbeiten - es schleichen sich nur Fehler ein, die wiederum zu noch mehr Stress führen. Auch frische Luft kann dabei helfen, abzuschalten und die Gedanken zu sortieren.

Einfach mal Nein sagen: Viele Arbeitnehmer bürden sich immer wieder neue Aufgaben auf, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Es ist jedoch keine Schande, Aufgaben abzulehnen, wenn die Belastung zu groß ist. Der Chef und die Kollegen werden das verstehen - auch sie befanden sich schon einmal in dieser Situation.

Oftmals fällt es schwer, Prioritäten zu setzen. Wenn es auf der Arbeit viel zu tun gibt, ist man schnell überfordert und verliert den Überblick. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, systematisch vorzugehen: Muss das heute noch unbedingt erledigt werden oder kann ich es auch auf den nächsten Tag verschieben? Hilfreich ist das Anlegen einer Prioritätenliste, die einem das Gefühl gibt, alles im Griff zu haben.

Neben all diesen Tipps sollte man immer positiv denken - was freilich einfacher geschrieben als getan ist. Eine negative Gedankenspirale führt zu noch mehr Stress und kann schnell auf die Psyche gehen. Der Gedanke ans nächste Wochenende oder den wohlverdienten Urlaub kann viel Druck nehmen. Zumal man bei weitem nicht der Einzige ist, der mit Stress auf der Arbeit zu kämpfen hat.

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