Elektrischer Stadt-Mini

e.Go e.wave X: Aufgepeppt zum Crossover

Ulla Ellmer

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10.5.2022, 19:28 Uhr
Macht auf muskulös: Die Crossover-Variante des e.Go Life nennt sich e.wave X.

© Hersteller Macht auf muskulös: Die Crossover-Variante des e.Go Life nennt sich e.wave X.

So klein und schon ein Crossover? Sieht ganz danach aus: Der e.Go e.wave X wirkt, als könnte er es nicht nur mit der Stadt, sondern auch mit Stock und Stein aufnehmen. Denn optisch gibt der 3,35 Meter kurze Kleinstwagen den robusten Rabauken, Dachreling, schwarze Radlaufverbreiterungen, Zusatzscheinwerfer und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen inklusive.

240 Kilometer Reichweite

Doch auch technisch reift die Cross-Version zu einem erwachseneren Standard. Offroad-Kompetenzen sind damit zwar nicht gemeint, es bleibt beim Heckantrieb. Die Leistung aber steigt von 57 kW/77 PS auf 80 kW/109 PS. Parallel dazu gibt es mehr Reichweite – eine neue 21,5-kWh-Batterie lässt statt 171 bis zu 240 Kilometer zu. Der im Basismodell verbaute 3,6-kW-Onboardcharger weicht im e.wave einem 11-kW-Gerät, Laden geht also schneller – zehn Stunden an der Haushaltssteckdose, etwa sechs Stunden an der Wallbox oder öffentlichen Ladestation.

Der e.wave X schmückt sich mit Dachreling, Radhausverbreiterungen, Dachspoiler und angedeutetem Unterfahrschutz.

Der e.wave X schmückt sich mit Dachreling, Radhausverbreiterungen, Dachspoiler und angedeutetem Unterfahrschutz. © Hersteller

Gründlich auf digitale Moderne getrimmt wurde das Cockpit. Ein 23-Zoll-Widescreen vereint das Fahrerdisplay und den für das Multimediale zuständigen Touchscreen; das Smartphone lädt kabellos.

Auf breiter Front: Widescreen-Cockpit.

Auf breiter Front: Widescreen-Cockpit. © Hersteller

Preise ab 24.990 Euro

Verfügbar ist der e.wave X derzeit noch nicht, der Marktstart soll erst zum Jahresende 2022 erfolgen. Reservierungen sind indes schon möglich, der Einstiegspreis liegt 2000 Euro über dem des Basismodells „Life“ und beträgt 24.990 Euro. Inbegriffen sind beispielsweise Sitzheizung, Rückfahrkamera und Parksensoren. Den Herstelleranteil am Umweltbonus – 3750 Euro – hat das Aachener Start-up jeweils bereits berücksichtigt. Ergänzend abzugsfähig bleibt noch der staatliche Beitrag zur Innovationsprämie, der sich aktuell auf 6000 Euro beläuft.

Neustart nach der Insolvenz

Hinter dem Projekt e.Go stand ursprünglich der Aachener Professor Günther Schuh, der auch zu den Mitgründern des Elektrotransporter-Herstellers Streetscooter zählte. e.Go Mobile ist als eine Ausgründung der RWTH Aachen entstanden. Nachdem sich das Start-up im Sommer 2020 noch in einem Insolvenzverfahren befand, ist es mithilfe eines neuen Investors in die Next.e.GO Mobile SE übergegangen.

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