Krieg gegen die Ukraine

Panzerkoalition kommt ins Rollen: Selenskyj dankt Deutschland für Unterstützung

8.2.2023, 07:30 Uhr
Der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius beim Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew.

© Kay Nietfeld/dpa Der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius beim Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew.

+++ Selenskyj wertete den Besuch als "ein Signal für die Unterstützung der Ukraine". "Die Ukraine ist sehr an der Unterstützung durch einen der Führer der Europäischen Union – Deutschland – interessiert, besonders in dieser für uns schwierigen Zeit", wurde Selenskyj in einer Mitteilung seines Präsidialamtes am Dienstagabend weiter zitiert. "Wir sind dankbar für die jüngsten Entscheidungen, für alle Entscheidungen", betonte er. Die von Pistorius erst später verkündete Panzer-Lieferung wurde in der Mitteilung nicht erwähnt.

+++ Die Ukraine soll künftig mehrere Bataillone schwerer Kampfpanzer aus westlichen Waffenschmieden gegen die russischen Invasoren einsetzen können. Zusätzlich zu den bereits zugesagten Panzern des Typs Leopard 2 aus einer Reihe westlicher Länder sowie den M1 Abrams aus den USA und Challenger 2 aus Großbritannien wollen mehrere europäische Staaten mehr als 100 Kampfpanzer des älteren Typs Leopard 1 an die Ukraine liefern. "Ich danke Deutschland und allen unseren Partnern für ihre Unterstützung", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstagabend in seiner täglichen Videoansprache.

+++ Pistorius sagte, die Leopard-1-Lieferung werde in Etappen erfolgen. Bis zum Sommer sollten 20 bis 25 Panzer geliefert werden, bis Ende des Jahres bis zu 80. Ziel sei, im Laufe des ersten oder zweiten Quartals 2024 auf über 100 zu kommen. Das bedeute, dass mindestens drei ukrainische Bataillone einschließlich des zu beschaffenden Materials für Ersatzteile und Munition ausgerüstet werden könnten. Zudem habe man mit der Ausbildung von 600 Feldwebeln begonnen.

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