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2G, 2G plus und 3G: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern

27.1.2022, 08:53 Uhr
Maskenpflicht und Mindestabstand sind zwei der Corona-Schmutzmaßnahmen in Bayern (Symbolbild).

Maskenpflicht und Mindestabstand sind zwei der Corona-Schmutzmaßnahmen in Bayern (Symbolbild). © Daniel Bockwoldt, dpa

Derzeit gibt es in Bayern die nun 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV), die bereits mehrere Male geändert wurde.

Seit dem 27. Januar gibt es folgende Neuerungen:
- Bei großen Fußballspielen und Kulturveranstaltungen sind nun wieder Zuschauer zugelassen, zudem wurde die Auslastung von geschlossenen Räumen wie Kinos und Schwimmbädern erhöht.
- Statt PCR-Tests reichen nun auch Schnelltests.
- Minderjährige Schüler dürfen ohne 2G an Angeboten der Jugendarbeit teilnehmen.
- Fahrschulen und Meisterkurse gibt es nun mit einer 3G-Vorgabe statt mit 2G.
- Die Hotspot-Regelung wurde bis zum 9. Januar ausgesetzt.

Dieser Artikel bietet Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Regelungen, die aktuell (Stand 27. Januar) in der 15. BayIfSMV enthalten sind.

2G-Regel in Bayern

Einen Überblick, wer aktuell 2G und 2G plus erfüllt, finden Sie hier. 2G gilt jeweils in geschlossenen Räumen folgender Bereiche:
- Gastronomie (auch für die Gastronomie unter freiem Himmel)
- Hotels
- Hochschulen
- Bibliotheken und Archiven,
- außerschulische Bildungsangeboten wie berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie Musikschulen (außer Fahrschulen und Meisterkursen)
- Dienstleistungen mit körperliche Nähe zum Kunden, die keine medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen - also beim Friseur, aber nicht bei der Krankengymnastik

Auch unter freiem Himmel gilt teilweise 2G. Bis zum 14. Dezember galt in den folgenden Bereichen sogar noch 2G plus, dann wurde aber auf 2G gelockert:

- Sportstätten unter freiem Himmel
- öffentliche und private Veranstaltungen unter freiem Himmel
- zoologische und botanische Gärten
- Gedenkstätten
- Freizeitparks
- Ausflugsschiffe außerhalb des Linienverkehrs
- Führungen unter freiem Himmel

Für Kinder und Jugendliche gibt es einige Ausnahmen bei der 2G-Pflicht, diese finden Sie hier.

2G plus in Bayern

2G plus bedeutet: Neben dem 2G-Nachweis braucht es eine Booster oder einen negativen Test. Wer als geboostert gilt, lesen Sie hier.

Der Test darf ein Selbsttest sein, den man vor Ort unter Aufsicht macht, ein maximal 24 Stunden alter Schnelltest oder ein bis zu 48 Stunden alter PCR-Test. Nicht überall werden alle drei Testarten akzeptiert, weil Betreiber beispielsweise nicht genug Personal zur Aufsicht von Selbsttests haben. Ausgenommen von der 2G-plus-Pflicht sind Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Diese können mit Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses sowie eines negativen Tests Zutritt erhalten.

2G plus gilt für:

- Veranstaltungen außerhalb privater Räumlichkeiten
- Sportstätten wie Fitnessstudios und Boulderhallen
- den Kulturbereich mit Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos, Museen, Messen, Tagungen, Kongressen, Ausstellungen, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten
- Freizeiteinrichtungen wie Bädern, Thermen, Saunen, Solarien, Seilbahnen und Ausflugsschiffen, Führungen, Schauhöhlen und Besucherbergwerken, Freizeitparks, Indoorspielplätzen, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen und den touristischen Bahn- und Reisebusverkehr

Für Kinder und Jugendliche gibt es einige Ausnahmen bei der 2G plus-Pflicht, diese finden Sie hier.

Hier gilt 3G

In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt bundesweit 3G. Fahrgäste müssen immer eine FFP2-Maske tragen, auch wenn sie Abstand zu anderen halten. Schüler brauchen in den Ferien einen Testnachweis, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Ansonsten gelten Schüler automatisch als getestet.

Am Arbeitsplatz gilt ebenfalls bundesweit 3G. Zugang zu einem Betrieb sollen Beschäftigte nur bekommen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Geimpfte und Genesene können einen Nachweis vorzeigen. Sonst muss man dem Arbeitgeber einen tagesaktuellen Test (oder maximal 48 Stunden alten PCR-Test) vorlegen. Auch ein Selbsttest vor Ort unter Aufsicht des Arbeitgebers ist möglich.

In Bayern gibt es 3G zudem im touristischen Bahn- und Reisebusverkehr, bei Ausflugsschiffen im Linienverkehr und in geschlossenen Räume von Meisterkursen und bei Fahrschulen. Andere berufliche Weiterbildungen finden mit einer 2G-Vorgabe statt.

Kontaktbeschränkungen in Bayern

Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden nicht gezählt. Lebenspartner gelten als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammen wohnen.

Nur wenn alle Personen über 14 geimpft oder genesen sind, dürfen sich zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen. Auch hier werden Kinder unter 14 nicht einberechnet. In der Gastronomie dürfen sich zudem auch mehr Personen treffen, solange es sich nicht um eine geschlossene Gesellschaft handelt.

Maskenpflicht

In geschlossenen Räumen (außer Privaträumen) muss man meist eine FFP2-Maske tragen. Abgelegt werden darf diese, wenn man einen festen Platz hat und den Mindestabstand zu anderen Haushalten wahrt. Wer an der Kasse durch eine Schutzwand von den Kunden abgetrennt ist, darf ebenfalls die Maske absetzen.

Am Arbeitsplatz ist eine FFP2-Maske nun nicht mehr vorgeschrieben, sondern grundsätzlich die medizinische Maske. Die 15. BayIfSMV verweist dabei auf den Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen.

Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Maskenpflicht befreit, bis zum 16. Geburtstag reicht eine medizinische Gesichtsmaske.

Einzelhandel und Geschäfte

2G im Handel wurde am 19. Januar gekippt. Vorab galt: In Läden konnten die Kunden nur ohne Impf- oder Genesenennachweis shoppen, wenn es sich um ein Geschäft des täglichen Bedarfs handelt.

In allen Geschäften gilt die FFP2-Maskenpflicht und es ist nur ein Kunde gerechnet auf zehn Quadratmeter zugelassen. Der Betreiber muss sicherstellen, dass überall der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Große überregionale Veranstaltungen

Bei großen überregionalen Sport- und Kulturveranstaltungen sind seit dem 27. Januar wieder Zuschauer erlaubt. Bis zu 25 Prozent der Kapazität, aber höchstens aber 10.000 Zuschauer auf festen Sitzplätzen dürfen zugelassen werden. Stehplätze darf es nicht geben. Eine Sportveranstaltung gilt als überregional, wenn in der Liga auch Mannschaften außerhalb von Bayern enthalten sind. Kulturveranstaltungen sind überregional, wenn Besucher aus anderen Bundesländern oder Ländern erwartet werden.

Für Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen gilt außerdem: Eintrittskarten dürfen nur personalisiert verkauft werden. Es wird kein Alkohol ausgeschenkt, auch der Konsum mitgebrachten Alkohols ist untersagt.

Kultur und Freizeit

In geschlossenen Räumen dürfen nun wieder 50 Prozent statt 25 Prozent der Kapazitäten ausgeschöpft werden. Damit sind wieder mehr Plätze in Kinos und mehr Karten für Schwimmbäder erhältlich. Bei festen Sitzplätzen wie im Kino muss der Mindestabstand nicht mehr grundsätzlich eingehalten werden.

Regeln für die Gastronomie und Hotels

In ganz Bayern gilt für Gaststätten und Restaurants eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Um fünf Uhr dürfen Restaurants wieder öffnen. Zudem haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zur Gastronomie und Hotels - mit einigen Ausnahmen. Für Hotels finden Sie diese hier, für die Gastronomie hier. Es gilt weiterhin die FFP2-Maskenpflicht, außer am Platz.

Gottesdienste

Entweder, Plätze werden so gestellt, dass der Mindestabstand gewahrt bleibt - dann entfällt am Platz sitzend auch die Maskenpflicht. Gleichzeitig ist die Personenzahl durch den Raum vor Ort begrenzt. Oder es nehmen nur Geimpfte, Genesene und Getestete teil - dann dürfen beliebig viele Teilnehmer kommen. Die Glaubensgemeinschaft muss ein Infektionsschutzkonzept entwickelt haben.

Regeln für Schüler

Seit dem 10. Januar müssen sich wieder alle Schüler regelmäßig testen lassen, auch wenn sie geimpft sind. Für Lehrer gilt 3G. Aktuell gibt es eine Maskenpflicht auch am Platz und auch während des Sportunterrichts in Innenräumen. Wenn der Lehrer es genehmigt und beim Stoßlüften darf die Maske abgenommen werden. Grundschüler dürfen auch eine Stoffmaske tragen, alle anderen Schüler und Lehrer eine medizinische Gesichtsmaske.

Seit dem Schuljahr 2021/22 gelten neue Quarantänevorgaben. Gibt es einen positiven Corona-Fall in einer Klasse, gilt die Quarantäne in der Regel nur für die Schülerinnen und Schüler, die unmittelbaren Kontakt zu der erkrankten Person hatten – nicht mehr für die ganze Klasse.

Regeln für die Kita

Am 10. Januar 2022 gab es eine Änderung für Kindertageseinrichtungen, Heilpädagogischen Tagesstätten und Kindertagespflegestellen. Kinder ab einem Jahr dürfen nur dorthin, wenn sie in der Einrichtung an PCR-Pooltestungen teilnehmen, ihre Eltern regelmäßig einen Test des Kindes vorzeigen oder das negative Ergebnis per Unterschrift bestätigen.

Clubs und Alkohol

Clubs und Discos sind geschlossen. Tanzveranstaltungen sind auch außerhalb von Clubs untersagt, sofern es sich nicht um Sporttänze handelt. In Verkehrsflächen von Innenstädten gilt wieder ein Alkoholkonsumverbot - die jeweiligen Städte geben an, wo dieses genau gilt.