Projekt des Kinderschutzbundes in Bad Windsheim

Schutzinseln für Kinder in der Altstadt

Bastian Lauer

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21.1.2022, 11:30 Uhr
Gisela Heusinger-Herz und Jürgen Heckel vor einer der neuen Schutzinseln, dem Café Utopia in der Schwalbengasse.

© Bastian Lauer, NN Gisela Heusinger-Herz und Jürgen Heckel vor einer der neuen Schutzinseln, dem Café Utopia in der Schwalbengasse.

Bei dem Projekt des Kinderschutzbundes (KSB) in Zusammenarbeit mit dem Verein Unternehmer vereint für Bad Windsheim (UVBW) und der Stadt geht es darum, vor allem Kindern Anlaufstellen zu geben, wenn sie Sorgen oder Ängste haben oder sich in einer Notsituation befinden und nicht wissen wohin, erläutert die Ortsvorsitzende des KSB Bad Windsheim-Rothenburg, Gisela Heusinger-Herz.

Die Bandbreite, das zeigen Erfahrungen aus Städten in ganz Deutschland, ist groß: Stress mit Mitschülern, die Mutter, die man beim Einkaufen aus den Augen verliert, oder ein kaputtes Fahrrad.

Jeder Laden, jede Wirtschaft, jedes Büro kann eine Schutzinsel sein. Wer Interesse hat, kann sich beim KSB melden. Der UVBW habe zwar die Kosten übernommen und sei erster Multiplikator gewesen, eine Mitgliedschaft dort ist aber nicht nötig, sagt Heusinger-Herz. Über 20 Geschäfte sind an Bord und haben die Aufkleber an ihren Türen angebracht.

Was tun, wenn ein Kind weinend vor der Tür steht?

Wichtig sei, wie Bürgermeister Jürgen Heckel – die Stadt unterstützt das Projekt und will auch eine Schutzinsel werden – findet, dass in den teilnehmenden Betrieben auch wirklich alle Mitarbeiter informiert und ein wenig geschult sind. Denn es könne eine ungewohnte Situation sein, wenn plötzlich ein weinendes, unbekanntes Kind im Geschäft steht.

Bürgermeister Jürgen Heckel und Kinderschutzbund-Vereinsvorsitzende Gisela Heusinger-Herz stellen die Schutzinseln vor.

Bürgermeister Jürgen Heckel und Kinderschutzbund-Vereinsvorsitzende Gisela Heusinger-Herz stellen die Schutzinseln vor. © Bastian Lauer, NN

Deshalb verteile man einen Leitfaden an alle Teilnehmer, erklärt Heusinger-Herz. Im Gespräch soll der „Helfer“ zunächst versuchen, an Kontaktdaten der Eltern heranzukommen. Weitere Ansprechpartner wären Polizei, Schule oder Jugendamt.

Informationen an den Schulen

Dass so viele Einzelhändler mitmachen, freut Heusinger-Herz. Nun sei es aber ganz wichtig, die Message an die Kinder heranzutragen. Eine Präsentation, die an die Schulen verteilt wird, sei in Arbeit. Heckel bedankt sich für das ehrenamtliche Engagement. Das Projekt zeige für ihn, dass Bad Windsheim eine „familienfreundliche Stadt“ ist, in der Zusammenhalt groß geschrieben wird.

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