Serie "Mitten unter uns"

Wo entwickelt sich Gößweinstein hin? Das sagt der Bürgermeister

Lea-Verena Meingast
Lea-Verena Meingast

Redakteurin Nordbayerische Nachrichten Forchheim

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28.11.2021, 16:10 Uhr
Mitten unter uns: Diesmal haben wir im Rahmen unserer Serie Gößweinstein besucht, berühmt für seine Burg (links) und Basilika (rechts). Nach der Winterpause geht es mit unserer Serie am 2. Februar weiter.

Mitten unter uns: Diesmal haben wir im Rahmen unserer Serie Gößweinstein besucht, berühmt für seine Burg (links) und Basilika (rechts). Nach der Winterpause geht es mit unserer Serie am 2. Februar weiter. © Foto: Giulia Iannicelli

"Geprägt ist Gößweinstein durch sein barockes Ortsbild, die Landschaft, seine besonderen Bauwerke, das Leben auf der Straße, in den Biergärten und durch seine offene Bevölkerung", sagt Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW).

Im Sommer ist es am schönsten, wo viele Gäste den Ort beleben und bereichern: "Durch unsere Lage inmitten der Natur, kommt die Idylle des Ortes so richtig zur Geltung."

"Wir leben für unsere Gäste"

Der Kern reicht vom Hofacker bis zum ehemaligen Spielzeugmuseum. Basilika und Burg prägen das Ortsbild: "Es lädt zum Verweilen ein und bietet eine Vielzahl von Gasthäusern und Gästezimmern. Wir in Gößweinstein leben für und mit unseren Gästen." Die Gößweinsteiner seien offen, neugierig und freuten sich, für andere da zu sein. Zudem biete der Ort eine der schönsten Minigolfanlagen Bayerns, das Höhenschwimmbad, Soccer- und Frisbee-Golf und vielfältige Wanderwege.

Der Bürgermeister lobt das Angebot: die gute gastronomische Vielfalt, Rundwanderwege für Jung bis Alt, insbesondere den Walli-Maus-Weg, und eine gute medizinische Versorgung - über Allgemeinmediziner, Zahnärzte, Therapiezentrum, Apotheke, Massage, Logopädie zu ortsansässiger ambulanten Pflege. "Luft nach oben hat Gößweinstein bei Parkflächen und der Rathaussituation", sagt Zimmermann.

Neues Rathaus mit Bürgerpark schaffen und mehr Begegnungsorte

Im Rahmen des Städtebaus soll ein Multifunktionsplatz - Wohnmobilstell-, Fest- und Parkplatz - und mit der Revitalisierung des Pfarrhauses ein neues Rathaus mit Bürgerpark geschaffen werden. "In den vergangenen Jahren haben wir kleine Sitzgruppen im Ortskern geschaffen, um Begegnungsorte zu schaffen." Geplant ist, das Haus des Gastes als Bürger- und Begegnungshaus umzugestalten. "In den vergangen Jahren konnten wir die Infrastruktur weiter ausbauen und festigen."

Aktuell wird eine neue Doppelsporthalle mit Zulassung als Veranstaltungshalle gebaut. "Mit der Fertigstellung im Januar 2022 haben wir dann ein größeres Angebot an Freizeitsportaktivitäten und kulturellen Veranstaltungen für das Oberland, insbesondere für Obertrubach und Gößweinstein", freut er sich.

Verweildauer der Gäste erhöhen

Für die Burg Gößweinstein ist ein Skywalk ins Wiesenttal geplant, ferner soll die Gastronomie auf der Burg wieder belebt werden. Die Zustimmung der Gemeinde sei für beide Bauanträge mit Überzeugung erfolgt. "Dadurch haben wir die Chance, eine weitere Belebung des Ortskerns zu generieren und die Verweildauer der Gäste in Gößweinstein zu erhöhen. Ferner hoffen wir, dass das Bahnhofsareal Behringersmühle als touristisches Informationszentrum für die Fränkische Schweiz ausgebaut werden kann."

Verschiedene Meinungen gibt es zur Verkehrssituation im Ort, "da die Pezoldstraße und ein Bereich der Balthasar-Neumann-Straße als Staatsstraße eine hohen Durchgangsverkehr mit sich bringt", sagt Zimmermann. Für Gößweinstein sei wichtig, dass Gäste aus der Fränkischen Schweiz in den Ort kommen und sich dort von der Besonderheit des Ortes begeistern lassen.

Ferner sei wichtig, dass Kunden die Geschäfte gut erreichen können. Auf der anderen Seite seien Lkw, die nur durchfahren und wegen überhöhter Geschwindigkeit für Unmut sorgen. "Wir haben im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept festgehalten, dass wir uns zuerst um die Ausweisung von Parkflächen und bessere Verkehrslenkung im Ort kümmern und im nächsten Schritt um eine Ortsumfahrung."

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