Unwetter ziehen langsam weiter

Franken kämpft mit Wassermassen - Gewitter auch in der Nacht immer wieder möglich

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Tobi Lang
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26.8.2022, 20:24 Uhr

© Herbert Mrosek

Es begann mit leichtem Regen am späten Freitagnachmittag. Was folgte waren heftige Regenschauer, begleitet von schweren Gewittern, Sturmböen mit bis zu 85 Stundenkilometern und auch Hagel in ganz Franken und der Oberpfalz.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab die höchste Warnstufe heraus. Aufgrund der hohen Niederschlagsmengen von bis zu 60 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit kam es vielerorts zu Überschwemmungen.

Und noch ist es nicht vorbei: In weiten Teilen Frankens können laut DWD noch bis Mitternacht weitere schwere Gewitter auftreten.

Samstag: Kaltfront rollt auf Franken zu

Am Samstag soll eine Kaltfront das Wetter prägen, welche uns von Nordwesten her überquert. "Eigentlich ist diese Front nur recht schwach ausgeprägt, aber die Luft soll sehr feucht sein", schreibt der Wetterochs. Daher soll es neben einigen Regenschauern und Wolken auch Gewitter geben. Bei einem schwachen Wind aus Nordwesten klettern die Temperaturen voraussichtlich auf nur noch 21 bis 24 Grad. Auch die Sonne wird sich im Frankenland am Samstag wohl kaum zeigen.

Doch nicht nur der Wetterochs stellt eine Prognose für das Wochenende auf. Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung äußert sich gegenüber wetter.net wie folgt: "Der Hitzesommer lässt es am Freitag, Samstag und Sonntag stellenweise nochmal ordentlich krachen". Auch der Wetterexperte warnt wie der DWD vor überfluteten Kellern aufgrund von Schauern und Gewittern mit möglichem Starkregen, Hagel und Sturmböen. Doch ob dieses heftige Unwetter auch das Frankenland erreicht, bleibt abzuwarten.

Stefan Ochs zufolge könnte sich am Sonntag und Montag wieder ein Hoch aufbauen. Voraussichtlich ist es bei Höchsttemperaturen nahe 25 Grad heiter bis wolkig. "Sicher ist das aber noch nicht, eventuell zieht die Front mitsamt Wolken und Regen nur zögerlich nach Südosten ab".

Dominik Jung erklärt: "Die neuesten Prognosen für den September sind noch undurchsichtig. Während das europäische Modell auf einen sehr warmen und trockenen September setzt, geht der US-Wetterdienst NOAA regional sogar von einem zu nassen Monat aus. Da sind wir mal gespannt, welches Modell sich am Ende durchsetzen wird."

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