Trotz 2G+

Dank Schulferien: Altmühltherme ist wieder gut besucht

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8.1.2022, 06:14 Uhr
Motiv: Der Saunabereich der Altmühltherme wurde erst vergangenen Sommer fertiggestellt. Aktuell ist die Therme im Lockdown, denkt aber über die Errichtung von Schlafplätzen im Außenbereich - vielleicht mit Sleeperoo - in der warmen Jahreszeit nacht. Foto: Günther Trescher

Motiv: Der Saunabereich der Altmühltherme wurde erst vergangenen Sommer fertiggestellt. Aktuell ist die Therme im Lockdown, denkt aber über die Errichtung von Schlafplätzen im Außenbereich - vielleicht mit Sleeperoo - in der warmen Jahreszeit nacht. Foto: Günther Trescher © Günther Trescher

Keine vier Wochen ist es her, da berichteten wir an dieser Stelle von einem Besucherschwund, den die Therme hinnehmen musste. Mittlerweile hat sich das Blatt wieder gewendet: Wohl aufgrund der Schulferien und des schlechten Wetters sind die Besucherzahlen derzeit sehr gut.
Vor Weihnachten hatten eine Reihe von Verschärfungen die Besucherzahlen zunächst in den Keller getrieben: Erst kam 3G, dann 2G und schließlich, kurz vor dem Fest, 2G+. Ganze 30 Prozent weniger besuchten damals das Thermalbad, auch das Familien- und Aktivbad war zu rund 30 Prozent weniger ausgelastet. Es schien so, als scheuten potenzielle Badegäste den Schnelltest oder fürchteten die sich zuspitzende Corona-Lage.

Zehn Quadratmeter pro Gast

Alle Thermen im Bundesgebiet richten ihren Betrieb derzeit an der 15. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung aus, wonach sie entweder 25 Prozent der Vollauslastung erreichen dürfen oder nach der Abstandsregel einen hauseigenen Besucherschlüssel errechnen können. In Treuchtlingen geschieht letzteres: Derzeit dürfen es 66 Saunagäste, 208 Thermengäste und 181 Besucher im Familien- und Aktivbad gleichzeitig sein.

Nach diesem Schlüssel hat rein rechnerisch jeder Gast zehn Quadratmeter Platz für sich.
Erreicht wurde diese maximale Auslastung in den vergangenen Tagen ziemlich häufig, und zwar schon im Laufe des Vormittags. Mehrere Tage lang wurden um halb 12 die Kassen geschlossen.

Warten in der Schlange

Aufgrund der vielschichtigen Einlasskontrolle (bei der Impfnachweis, Ausweis und Testergebnisse sowie etwaige Reservierungen kontrolliert werden müssen) und der lediglich zwei Kassen, die am Einlass der Altmühltherme gleichzeitig belegt sein können, bildeten sich zuweilen lange Schlangen.

"Im Extremfall nahmen die Besucher zwei Stunden Wartezeit in Kauf und harrten sogar an den geschlossenen Kassen aus, bis die ersten Gäste wieder herauskamen", erzählt der Badleiter der Altmühltherme, Ulrich Schumann.

Seiner Beobachtung nach gebe es derzeit viele Menschen, die maximal vier Stunden in der Therme verbringen und gegen 13 oder 14 Uhr die Therme wieder verlassen. Ebenso viele würden aber auch den Aufpreis für ein Ganztagesticket ohne Murren bezahlen; Dies bedeutet, dass ab vier Stunden Aufenthalt ein Corona-Aufschlag in Höhe von vier Euro zusätzlich zum regulären Ticketpreis zu bezahlen sind.

Was auch immer die Gründe für einen Besuch der Altmühltherme seien möen - In jedem Fall sorgt die aktuelle Beliebtheit für frisches Geld in den Kassen. In Zahlen ausgedrückt, seien es vor den Feiertagen rund 500 Tagesgäste gewesen, während es derzeit etwa 1200 bis 1300 Gäste pro Tag sind.

"Das Thema Schließung drängt sich somit nicht weiter auf", zeigt sich Schumann erfreut. Eine exakte Auswertung der Besucherzahlen der letzten Wochen wird der Leiter der Altmühltherme in der Sitzung des Werk- und Bäderausschusses am 27. Januar vorstellen.

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