hin&herzo-Projektpreis wird verliehen

Herzogenaurach: Interaktive „#neue_matrix?“ beim Kulturfestival

Redaktion Nordbayerische Nachrichten

3.8.2022, 05:41 Uhr
So kann das Installationsprojekt „#neue_matrix?“ aussehen. 

© Helmut Reinelt, NN So kann das Installationsprojekt „#neue_matrix?“ aussehen. 

Als konzeptioneller Bestandteil von „hin&herzo – Das Kulturfestival“ wird am letzten Septemberwochenende wieder der hin&herzo-Projektpreis verliehen. Dieser geht an Stefanie Manhillen aus Sinzig am Rhein.

Stefanie Manhillen, geboren in Remagen am Rhein, ist Freie Künstlerin mit Meisterschüler-Abschluss und Magistra Artium Abschluss Kulturwissenschaft. Sie hat an verschiedenen Theatern als Bühnenbildnerin gearbeitet, an verschiedenen Orten dieser Welt gelebt und hat zwei Kinder. Sie stellt regelmäßig aus, erhielt Stipendien, leitet eine Kunstschule und Offene Ateliers an Schulen und ist Freie Mitarbeiterin des Arp Museums.

Zwischen den Genres

Die Arbeiten von Stefanie Manhillen bewegen sich zwischen den Genres und verbinden Objekt-Kunst mit gezeichneten, gesprayten und gemalten Bildern, Fotografie mit Malerei, Text mit Collage, bildnerische mit performativer Kunst. Dabei arbeitet sie mit anderen Menschen zusammen - und zwar mit Menschen jeglicher Herkunft, jeden Alters, aus verschiedenen Kulturen und Lebenswelten, auch inklusiv.

Faszination für Widersprüche

Ihre Kunst ist von einer hinterfragenden Haltung und suchenden Offenheit geprägt. Deshalb sind ihre Werke beweglich und zu immer neuen Standortbestimmungen bewegend. Was sie antreibt, ist die Faszination für die Kontraste und Widersprüche dieser Welt. Und der Kick, der durch deren Spannungen und Energien entsteht. Ihre Ausdruckformen sind so offen, spielerisch, kontrastreich und tiefgründig wie die Themen. Ihre Arbeiten funktionieren als Konstellationen oder als singuläre Werke, als Ausstellung oder als Aktion.

Der hin&herzo-Projektpreis 2022 geht an Stefanie Manhillen.

Der hin&herzo-Projektpreis 2022 geht an Stefanie Manhillen. © Seweryn Zelazny, NN

Die Jury würdigte bei der Bewertung des Installationsprojekts „#neue_matrix?“ insbesondere die Vielfalt des Schaffens und die Flexibilität. Zeichnungen, Plastiken, Malerei, Sätze, Kurztexte, Sprachbausteine, Fragen und Antworten sowie grafische Elemente fügen sich zu einem spannenden Gesamtprojekt zusammen, das – so die Jury – hervorragend das Thema "Perspektiven" bearbeite und somit „hin&herzo – Das Kulturfestival 2022“ bereichern werde.

Interaktive Beteiligung

Beeindruckend fand die Jury ebenso die tiefgehende, immer auch fragende, aber auch oftmals humorvolle Bearbeitung der Themen, die typisch für die Arbeiten von Stefanie Manhillen ist. Für das diesjährige hin&herzo-Kulturfestival wird Stefanie Manhillen in der beschriebenen Arbeitsweise etwas Neues schaffen, das das Festivalthema perfekt umsetzt und die Besucherinnen und Besucher interaktiv beteiligt. Dadurch kann auch bei den Gästen des Festivals ein Perspektivwechsel ermöglicht werden.

Das Installationsprojekt „#neue_matrix?“ wird während des Festivals am letzten Wochenende im September in der Hauptstraße 34 (ehemalige Bäckerei Lang) als Teil des hin&herzo-Entdeckungsraumes zu sehen sein. Die Künstlerin ist anwesend. Die Patenschaft für den hin&herzo-Projektpreis 2022 hat die VR Bank Metropolregion Nürnberg eG übernommen.

Im vergangenen Jahr hat Birka Falter den Projektpreis 2021 verliehen bekommen.

INFO: Am Freitag, 23. September, um 18.30 Uhr wird Stefanie Manhillen im Rahmen einer Performancedarbietung zusammen mit den Tänzerinnen Anna Lu Masch und Claudia Reiff sowie dem Cellisten Philipp Matthias Kaufmann das Projekt anlässlich der Preisverleihung vorstellen. Der Eintritt ist frei.

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