Verordnung

Schneeschippen in Herzogenaurach: Was Sie beachten müssen

Claudia Freilinger
Claudia Freilinger

Nordbayerische Nachrichten Herzogenaurach/Höchstadt

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8.1.2022, 18:23 Uhr
Wer schippt wann und wo? Das regelt in Herzogenaurach eine Verordnung.

Wer schippt wann und wo? Das regelt in Herzogenaurach eine Verordnung. © imago images/blickwinkel, NN

Kommt der Postbote rutschfrei zum Briefkasten? Kann der Vater mit Kinderwagen unfallfrei auf dem Bürgersteig entlangfahren? Und muss ich nachts aufstehen, um zu schippen, wenn es schneit? Die Details regelt in Herzogenaurach die Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter.

Darin steht zum Beispiel: Tief in der Nacht muss kein Grundstückbesitzer Schnee räumen. Aber es heißt früh aufstehen: Von 7 Uhr morgens sind die „Sicherungsmaßnahmen bis 20 Uhr so oft zu wiederholen, wie es zur Verhütung von Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz erforderlich ist“. An Sonn- und Feiertagen darf man in Herzogenaurach ein bisschen länger schlafen: Da beginnt die Räumpflicht um 8 Uhr.

Der Räumbereich ist genau festgelegt

Die meisten Satzungen bleiben in Deutschland etwas im Vagen, was die genaue Breite angeht. In Herzo nimmt man es genau: in Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Bereichen 1,50 Meter, sonst ein Meter. In anderen Kommunen heißt es schlicht, dass zwei Fußgänger auf dem Bürgersteig aneinander vorbeigehen können müssen.

Schnee nicht auf die Straße schieben

Gibt es keinen Gehweg, muss in der Regel ein Streifen am Straßenrand geräumt werden. Übrigens: Es ist nicht erlaubt, den Schnee einfach auf die Straße zu schieben, weil er dort den Verkehr behindern oder erschweren könnte.

Außerdem müssen Anlieger auch die Zufahrt zu ihrem Grundstück so räumen, dass jeder rutschfrei durchkommt. Denn es kann teuer werden, fällt ein Passant auf einem nicht geräumten Gehweg hin und bricht sich zum Beispiel einen Arm. Dann zahlt zwar meist die Haftpflichtversicherung - aber nicht bei grober Fahrlässigkeit.

Wer gegen die Satzung der Stadt verstößt, kann mit einer Geldbuße von bis zu 500 Euro belegt werden. Gestreut werden soll mit Sand, nur „bei besonderer Glättegefahr ist das Streuen von Tausalz zulässig“.

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