Ein Prosit der Nachhaltigkeit

Brauhaus entsteht mit ganz speziellem Umweltbeton aus Neumarkt: So viel CO2 spart das laut Max Bögl

Max Söllner

Redaktion Neumarkt

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21.6.2024, 10:50 Uhr
So soll das Riedenburger Brauhaus einmal aussehen - gebaut mit Umweltbeton von Max Bögl aus Sengenthal im Landkreis Neumarkt.

© Riedenburger Brauhaus / ME-Desig So soll das Riedenburger Brauhaus einmal aussehen - gebaut mit Umweltbeton von Max Bögl aus Sengenthal im Landkreis Neumarkt.

Der Neubau des Riedenburger Brauhauses im Landkreis Kelheim entsteht aus einem besonderen Werkstoff: dem Umweltbeton der Firmengruppe Max Bögl aus Sengenthal im Landkreis Neumarkt, wie diese in einer Mitteilung informiert.

Der Baukonzern bezeichnet sich selbst als Technologie- und Innovationsführer für Hochleistungsbetone. Den Umweltbeton, der für den Brauhaus-Neubau ausschließlich zum Einsatz kommt, habe man im eigenen Haus entwickelt.

"Wir sind stolz darauf, solch ein Leuchtturmprojekt im Bereich der nachhaltigen Betone zusammen mit dem Bio-Bier-Spezialisten Riedenburger umsetzen zu können. Mit unserem Kerngedanken der ökologischen Ökonomie zeigen wir, dass umweltfreundliches Bauen gepaart mit wirtschaftlichem Erfolg Hand in Hand gehen", wird der Vorstandsvorsitzende Stefan Bögl zitiert.

Riedenburger Brauhaus: Erste vollständige Bio-Brauerei Bayerns

Bereits vor 30 Jahren habe das Riedenburger Brauhaus als erste Brauerei Bayerns den Betrieb vollständig auf Bio umgestellt. "Wir freuen uns, mit Max Bögl einen Partner gefunden zu haben, der unsere Werte teilt und uns hilft, unsere Vision einer nachhaltigen Bierproduktion weiter zu verwirklichen", sagt Brauerei-Chef Maximilian Krieger. "Die Nutzung umweltfreundlicher Baumaterialien ist für uns ein unabdingbarer Schritt, um unserer ökologischen Verantwortung nachzukommen und unseren Fußabdruck weiter zu minimieren."

Laut der Pressemitteilung wird beim "Umweltbeton Bögl" der Zementanteil durch den Einsatz von Ersatzstoffen um bis zu 70 Prozent reduziert. Das sei insofern höchst nachhaltig, da die Zementherstellung eine der CO2-intensivsten Industrien weltweit darstellt.

Darüber hinaus lege man großen Wert auf Ressourceneinsparung durch maximale Material-, Konstruktions- und Fertigungseffizienz sowie eine besonders geräusch- und vibrationsarme Verarbeitung des Umweltbetons in den eigenen Fertigteilwerken.

Umweltbeton von Max Bögl: 45 Prozent weniger CO2-Emissionen beim Neubau des Brauhauses in Riedenburg

Insgesamt werden über Tragkonstruktion und Bodenplatte beim Brauhaus-Neubau die CO2-Emissionen um rund 45 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Betonen reduziert, heißt es weiter. Bei der Konzeption des Projekts habe ein von Max Bögl durchgeführter "PreCheck Platinstandard" nach der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als Grundlage gedient.

Der Spatenstich für das neue Brauhaus soll im August 2024 erfolgen. Zum Jahreswechsel 2024/2025 ist die Installation der Brautechnik geplant, sodass Anfang 2025 der erste Sud hergestellt werden kann. Es ist geplant, den Biergartenbetrieb zum Saisonstart im Frühjahr wiederaufzunehmen, gefolgt von der Eröffnung der neuen Innengastronomie.

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