Laufer Labor klärt auf

Gurkenwasser statt Gurgelwasser? Was an den Gerüchten über manipulierte PCR-Pooltests dran ist

14.1.2022, 13:15 Uhr

"Kein System ist zu 100 Prozent sicher vor Missbrauch", sagt der Labor-Geschäftsführer. Würde aber dauerhaft eine andere Flüssigkeit abgegeben, würde das auffallen, ist er überzeugt. © Irina - stock.adobe.com

Die Schule sei mittlerweile vom Testen ausgeschlossen worden, nachdem auffiel, dass es nie einen positiven Fall gab, so geht das Gerücht weiter. Unsinn, sagt jetzt Johannes Bisping, einer der beiden ehrenamtlich arbeitenden Geschäftsführer der Wirtschaftskraft Nürnberger Land GmbH, die das Labor am Laufer Krankenhaus betreibt.

Erstens habe es an jeder teilnehmenden Schule längst zahlreiche positive Tests gegeben. „Es gibt kaum noch Tage ohne positive Fälle“, sagt Bisping. Mittlerweile werden rund zehn Schulen im Laufer Labor per PCR-Pooling getestet. Zweitens sei seit Beginn der Testungen keine Schule abgesprungen, so Bisping.

Wirtschaftskraft ist derzeit für weiterführende Schulen, Kitas und eine Reihe von Unternehmen tätig. Die Grundschulkinder im Landkreis werden zwar ebenfalls auf diese Weise getestet, allerdings in einem anderen Labor.

"Kein System ist zu 100 Prozent sicher"

„Kein System ist zu 100 Prozent sicher vor Missbrauch“, räumt Bisping ein. Würde aber dauerhaft eine andere Flüssigkeit abgegeben werden, würde das im Labor auffallen.

Die Einrichtung im Laufer Krankenhaus testet per PCR-Verfahren täglich bis zu 180 sogenannte Pools, also Sammelproben von bis zu 30 Personen. Das Ergebnis steht am gleichen Tag fest, PCR-Tests gelten als deutlich sicherer als Antigen-Schnelltests.