Bürgermeister Frühbeißer: "Alles passt"

Premiere der Faust-Festspiele: Teuflisches Theater im Klumpertal

23.6.2022, 16:34 Uhr
Am neuen Standort im Klumpertal erlebten die Faust-Festspiele am Mittwoch mit einem neuen neuen Stück ihre Premiere.

© Foto: Peter Kolb Am neuen Standort im Klumpertal erlebten die Faust-Festspiele am Mittwoch mit einem neuen neuen Stück ihre Premiere.

Nicht zu vergessen die Jüngste: Leanda, fünf Jahre alt, wandelt als kleine Elfe mit großen Augen über die Wiese und schaut ihrer Mama zu, der Chef-Elfe Melina Rost. Und wenn es gewittert? „Von der Bühne darf man nicht gehen.“ Tapfer, die kleine Elfe, denn die Schauspieler stehen bei Regen im Regen, die Zuschauer sitzen auf bequemen Stühlen bis zur ersten Reihe unterm Dach im Trockenen.

Immer einen Schritt zu langsam: Etwas tollpatschig waren Wachtmeister Holzapfel und seine Polizeikollegen von der Bürgerwehr unterwegs. Einige Lacher waren dem Trio gewiss. Weitere Infos zu den Festspielen unter https://faust-festspiele.eu

Immer einen Schritt zu langsam: Etwas tollpatschig waren Wachtmeister Holzapfel und seine Polizeikollegen von der Bürgerwehr unterwegs. Einige Lacher waren dem Trio gewiss. Weitere Infos zu den Festspielen unter https://faust-festspiele.eu © Foto: Peter Kolb

Lob für Stärkung der Region

Neuer Ort, neue Bühne, neues Stück – und Pottenstein ist jetzt Festspielstadt. Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU-UVW) lobte, dass die Macher daran arbeiteten, die Region zu stärken. Daniel Leistner, Intendant, schon geschminkt und in Arbeitskleidung, bleibt cool vor der Premiere. Lampenfieber? Ach nein. Von ihm stammt das Stück, passend zur 100-Jahr-Feier der Teufelshöhle.

Ritter Ulrich (Daniel Leistner, links) verliebt sich in die Tochter des Polizeichefs. Marie (Lissa Lottes, rechts) versucht, seine Seele aus den Fängen des Teufels zu befreien.

Ritter Ulrich (Daniel Leistner, links) verliebt sich in die Tochter des Polizeichefs. Marie (Lissa Lottes, rechts) versucht, seine Seele aus den Fängen des Teufels zu befreien. © Foto: Peter Kolb

Noch cooler als er war nur der Geschäftsführer der Festspiele, Uwe Vogel. Während die anderen im eigens dafür aufgebauten Zelt ihre Zöpfe flochten, sich schminkten, Elfenkleider und Blumenketten anlegten, lernte er noch – seinen Text.

Elfen ziehen durch das Pottensteiner Klumpertal. Unter anderem Melina Rost (links) und Töchterchen Leanda.

Elfen ziehen durch das Pottensteiner Klumpertal. Unter anderem Melina Rost (links) und Töchterchen Leanda. © Foto: Peter Kolb

Mit teuflischer Ruhe, passend zu seiner Hauptrolle als Teufel im „Pottensteiner Teufelspakt“, der seinem Intendanten Leistner als Ritter Ulrich dessen Seele in der Teufelshöhle abluchst. Klar, dass das nicht gutgehen kann. Klar auch, da muss erst eine schöne Frau her, in die sich der Ritter verliebt und gegen die Liebe ist selbst der Teufel machtlos. Aber jetzt wissen wir wenigstens, woher die Höhle ihren Namen hat.

Der Teufel (Uwe Vogel) bietet dem Soldaten einen Pakt an.

Der Teufel (Uwe Vogel) bietet dem Soldaten einen Pakt an. © Foto: Peter Kolb

„Alles passt“, sagt der Bürgermeister. Auch das Ambiente. Die „Bühne“ ist eine Wiese vor einem großen Felsblock, dahinter dunkler Mischwald, viele Bäume. Hat was von Zauberwald. „Würdig eines Festspielortes“, so der Bürgermeister.

Endlich wieder im Freien sitzen und sich miteinander unterhalten. Neben dem Festspielgelände entstand ein Biergarten. Für die musikalische Untermalung im angrenzenden Biergarten sorgten Jürgen Preller und Alexandra Nagel von der Band J.A.M.

Endlich wieder im Freien sitzen und sich miteinander unterhalten. Neben dem Festspielgelände entstand ein Biergarten. Für die musikalische Untermalung im angrenzenden Biergarten sorgten Jürgen Preller und Alexandra Nagel von der Band J.A.M. © Foto: Peter Kolb

Für die Leistung der Elfen, Teufel, Wächter und schönen Frauen gibt es zig mal Szenen-Applaus. Und viel Gelächter. Dazwischen Musik und das Spiel mit Licht.

INFO: Nächste Vorstellung vom „Pottensteiner Teufelspakt“ am Freitag, 24. Juni, 20 Uhr.

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