Corona

Wenig gefälschte Impfausweise in der Region

7.1.2022, 13:00 Uhr
Wegen des Verdachts auf Impfpass-Fälschungen laufen in Bayern tausende Verfahren.

Wegen des Verdachts auf Impfpass-Fälschungen laufen in Bayern tausende Verfahren. © Patrick Pleul, dpa

In Pegnitz hat es bislang acht solcher Fälle gegeben, erklärt Reinhold Bäuml, kommissarischer Stellvertreter der Pegnitzer Polizei, auf Nachfrage der Redaktion. Wenn Apotheker beim Ausstellen eines digitalen Impfzertifikats verdächtige Beobachtungen machen, wenden sie sich an die Polizei, welche Beamte zur Kontrolle schickt.

Kürzlich haben Polizisten auch die Impfausweise zu Beginn eines Eishockey-Spiels kontrolliert. Dazu nutzen sie die CovPass-Check-App des Robert-Koch-Instituts (RKI), die auch von Gastronomen und anderen Einrichtungen genutzt werden. "Beim Spiel war alles in Ordnung", so Bäumel weiter.

Auch die Polizeiinspektion Auerbach nutzt die Kontroll-App des RKI bei Kontrollen der digitalen Impfzertifikate. Der neue Dienststellenleiter Thomas Dietrich findet in den Unterlagen bislang aber nur einen falschen Impfausweis. Den Verdacht hatte eine Apotheke gemeldet und die Beamten haben ihn überprüft. Nun ermittelt die Kriminalpolizei Amberg in diesem Fall.

Bislang war unter Juristen umstritten, ob man sich mit einem gefälschten Impfpass strafbar macht. Das Fälschen von Gesundheitszeugnissen stand nur unter Strafe, wenn die Papiere beziehungsweise Gesundheitszeugnisse gegenüber Behörden und Versicherungsgesellschaften verwendet wurden. Wer in Zeiten von Corona am gesellschaftlichen Leben teilnehmen will, braucht aber häufig einen Impfnachweis.

So hat der Gesetzgeber Ende November 2021 reagiert und das unbefugte Ausstellen von Gesundheitszeugnissen unter Strafe gestellt – und damit ist klar, dass der Fälscher selbst und auch der Nutzer des falschen Impfausweises eine Straftat begeht.

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