Fire-Wurst der Pleinfelder Feuerwehr

Ein bisschen scharf zum Jubiläum

Markus Steiner
Markus Steiner

Weißenburger Tagblatt

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17.6.2022, 05:56 Uhr
Präsentieren stolz die Pleinfelder „Fire-Wurst“, die sogar mit einer  Goldmedaillel prämiert wurde: Gerald Hansel, Andreas Rixner, Metzgermeister  Stefan Reich und Fabian Kress (von links).

© Markus Steiner, WT Präsentieren stolz die Pleinfelder „Fire-Wurst“, die sogar mit einer Goldmedaillel prämiert wurde: Gerald Hansel, Andreas Rixner, Metzgermeister Stefan Reich und Fabian Kress (von links).

Die Idee für die Fire-Wurst hatte Andreas Rixner, der stellvertretende Kommandant der Pleinfelder Wehr, der hauptberuflich bei der Berufsfeuerwehr in Nürnberg tätig ist. Weil Rixner aber auch begeisterter Hobbykoch ist, lag für ihn eine Fire-Wurst näher als zum Beispiel ein extra gebrautes Festbier. Und weil mit Stefan Reich die Pleinfelder Floriansjünger einen Metzgermeister in den eigenen Reihen haben, wurde Rixners Idee auch gleich fix umgesetzt, und nach mehreren gemeinsamen Probierrunden immer mehr verfeinert, bis am Ende alle zufrieden waren.

Rixner wollte, dass die Würste auch optisch gut rüberkommen und bereits das Aussehen andeutet, dass der Name auch Programm ist. Deshalb experimentierte Metzgermeister Reich mit Paprikapulver, Chili und Co. und brachte dem Vorstand der Pleinfelder Feuerwehr bei, wie man wurstet. Es wurde mit verschiedenen Schärfegraden und verschiedenen Därmen experimentiert, bis nach mehreren Probierrunden und gemeinsamen Grillabenden Andreas Rixner zufrieden feststellen konnte: "Die Fire-Wurst ist unsere Jubiläums-Feierwurst."

Weil Metzgermeister Stefan Reich auch wissen wollte, wie das Pleinfelder Würstchen bei echten Fachleuten ankommt, schickte er ein paar Probepäckchen zur Verkostung an die Profis vom Fleischerverband, die der fränkischen Fire-Wurst die volle Punktzahl und gleich eine Goldmedaille verpassten, auf die sowohl Reich als auch die Pleinfelder Feuerwehrler stolz sein dürfen.

Wenn man so will, dann ist die Fire-Wurst vermutlich auch eines der demokratischsten Würstchen, die man derzeit in Deutschland kaufen kann: Denn sowohl bei der Optik als auch beim Geschmack haben viele mitreden dürfen, betont Reich. Deshalb wurde das Würstchen am Ende auch nicht so scharf, dass man nach dem Essen erst einmal löschen muss. Sie ist vielmehr so entwickelt, dass sie von Groß und Klein gegessen werden kann.

Für die Fire-Wurst, die man in der Metzgerei Reich am Pleinfelder Marktplatz seit Anfang des Jahres kaufen kann, hat Hobby-Koch Andreas Rixner bereits jede Menge Rezepte entwickelt, die vom Fire-Wurst-Hotdog über den Fire-Wurst-Nudelauflauf bis hin zu Fire-Wurst-Grillis reichen. Mindestens einmal im Monat kommt ein neues Rezept dazu, das Rixner immer selbst ausprobiert und in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Fotos auf die Facebook- oder Instagram-Seite der Pleinfelder Feuerwehr stellt. Zudem liegen die Rezepte auch in der Metzgerei als Flyer aus. "Wir haben schon viele positive Rückmeldungen bekommen", freut sich der stellvertretende Kommandant, der in sein Herzensprojekt unzählige Stunden ehrenamtliche Arbeit gesteckt hat.

Während des gesamten Jahres ist sogar ein Schaufenster der Metzgerei Reich mit Feuerwehrequipment, einer Feuerwehrpuppe und einem Werbeplakat für die Fire-Wurst dekoriert. Auch beim Thema Eigenwerbung lassen die Pleinfelder Floriansjünger offensichtlich nichts anbrennen. Den größten Auftritt soll das scharfe Würstchen aber am 30. Juli bekommen, wenn die Freiwillige Feuerwehr Pleinfeld zu den Wasserspielen in den Rezatauen einlädt. Der Verkaufsgewinn der Fire-Wurst geht im Übrigen zu 100 Prozent an den Feuerwehrverein. Wer die Pleinfelder Floriansjünger unterstützen will und auf scharfe Würstchen steht, sollte die Fire-Wurst also unbedingt einmal probieren.

Weitere Infos unter www.feuerwehr-pleinfeld.de

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