Fußball-Landesliga Südwest

TSV 1860 Weißenburg spielt beim Topteam des Aufsteigers VfL Kaufering

Uwe Mühling

17.9.2022, 08:48 Uhr
„Wir müssen uns in allen Spielen richtig strecken“, sagt Weißenburgs Trainer Markus Vierke und fordert, dass in der aktuell schwierigen Phase alle an einem Strang ziehen.
 

© Uwe Mühling, WT „Wir müssen uns in allen Spielen richtig strecken“, sagt Weißenburgs Trainer Markus Vierke und fordert, dass in der aktuell schwierigen Phase alle an einem Strang ziehen.  

Anstoß im dortigen Sportzentrum ist um 16 Uhr. Bereits um 13 Uhr wird die Weißenburger Fußball-Delegation in der heimischen Rezataue starten und einer kniffligen Aufgabe entgegensteuern. Aufsteiger Kaufering hat erst ein Spiel verloren (am 20. Juli in Hollenbach), steht mit 22 Punkten auf dem zweiten Tabellenrang (punktgleich mit Spitzenreiter Sonthofen) und ist aus Vierkes Sicht „die derzeit beste Mannschaft der Liga“.

Spätes Remis wie ein Sieg

Insofern wäre ein Punktgewinn schon ein Achtungserfolg für den TSV 1860, der momentan mit elf Zählern auf dem elften Tabellenrang steht. Zuletzt im Heimspiel gegen den SV Mering gab es diesen Punkt, der sich durch Daniel Hofrichters Ausgleich in 93. Minute fast wie ein Sieg anfühlte. „Es war sehr wichtig in diesem Spiel zu punkten, eine weitere Niederlage hätte schon ganz schön an der Moral gekratzt“, sagt Markus Vierke.

Wie schon im August gegen Jetzendorf (2:2 durch Lukas Siol in der 96. Minute) habe der späte Ausgleich auch gegen Mering wieder das Gesicht der Weißenburger Mannschaft gezeigt. „Das Team glaubt an sich und man sieht, dass die Mannschaft gegenüber der vergangenen Saison auch gewachsen ist“, betont Vierke.

Der Coach mischt zum Lob aber auch kritische Worte, denn aus seiner Sicht ist derzeit beim TSV 1860 nicht alles hundertprozentig auf die Landesliga und das große Ziel „Klassenerhalt“ ausgerichtet. Vierke spricht von einer „schwierigen Phase“, in der man eigentlich die volle Unterstützung und Euphorie brauche. Diese Aspekte fehlen ihm aber ein Stück weit. Zum Beispiel wenn immer wieder Spieler wegen Urlaub fehlen, wenn die Aushilfe aus der eigenen U19 nicht so wie erhofft ausfällt oder wenn dann auch noch das Training auf eine Laufeinheit reduziert werden muss, weil die Plätze wegen starker Regenfälle gesperrt ist (so wie am Donnerstagabend).

"Nicht hängen lassen"

Der Coach will bei all dem niemanden persönlich angreifen oder kritisieren. Er appelliert aber an das Miteinander in der aktuell kritischen Situation: „Wir müssen uns in allen Spielen richtig strecken, um zu punkten. Wenn dann aber in mehreren Bereichen immer ein paar Prozent fehlen, wird es schwierig. Wenn wir die Liga halten wollen, dürfen wir uns gerade in der jetzigen Situation nicht hängen lassen“, fordert Markus Vierke und will alle wachrütteln.

Er und sein Co-Trainer Michael Seitz wollen, dass alle an einem Strang ziehen, und haben für das Spiel beim starken Neuling in Kaufering eine Mannschaft, die sich fast von selbst aufstellt, weil aufgrund der vielen Ausfälle nur ein kleiner Kader zur Verfügung steht. Als Torwart ist erstmals Neuzugang Andre Tietze eingeplant. Fehlen werden neben den zahlreichen Verletzten auch drei Akteure wegen Urlaub (Jonas Ochsenkiel, Zijad Eco und Max Pfann). Torhüter Jonas Herter steht heute ebenfalls nicht zur Verfügung. Dafür ist Tobias Schnitzlein nach seiner Verletzungspause wieder dabei.
Der vorläufige Weißenburger Kader: Andre Tietze, Maik Wnendt, Robin Renner, Philipp Schwarz, Johannes Meyer, Tom Vierke, Benedikt Auernhammer, Ferat Nitaj, Daniel Hofrichter, Fabian Häßler, Chistian Leibhard, Philipp Meier und Tobias Schnitzlein.

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