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"Tack. Thank you. Danke": Ex-Fürther Richard Magyar beendet mit 31 seine Karriere

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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30.11.2022, 11:00 Uhr
"Ich bin besonders dankbar für alle Vereine, die ich vertreten durfte": Richard Magyar während seiner Fürther Zeit.

© Sportfoto Zink / WoZi, NN "Ich bin besonders dankbar für alle Vereine, die ich vertreten durfte": Richard Magyar während seiner Fürther Zeit.

Wie wohl sich Richard Magyar in Fürth gefühlt hat, sah man in dieser Woche. Da gab der ehemalige Verteidiger des Kleeblatts mit einem emotionalen Statement samt vieler Fotos sein Karriereende bekannt - mit nur 31 Jahren. "Jede Geschichte hat ihr Ende", schrieb Magyar, "und nach 13 Jahren, mehr als 280 Profispielen und unzähligen Stunden auf dem Spielfeld habe ich die Entscheidung getroffen, meine Profikarriere als Spieler zu beenden."

Im Sommer 2017 verpflichtete ihn die Spielvereinigung Greuther Fürth

Sein letztes Jahr beim schwedische Klub Hammarby IF war ohnehin kein schönes mehr gewesen für den Innenverteidiger. Wegen einer hartnäckigen Fußverletzung verpasste er 20 von 30 Spielen der Saison in der schwedischen Liga, die nach dem Kalenderjahr gespielt wird und die sein Klub auf dem dritten Platz beendete. Magyars Verbindung zu Hammarby ist eine lange und innige. Schon von 2015 bis 2017 trug er das weiß-grüne Trikot des Klubs - das er dann gegen ein anderes weiß-grünes tauschte.

Im Sommer 2017 verpflichtete die Spielvereinigung Greuther Fürth den damals 26 Jahre alten Innenverteidiger, der in den zwei Spielzeiten danach einige Höhen und Tiefen mit dem Kleeblatt erlebte. Sein erster Trainer Janos Radoki musste, unter anderem aufgrund eines kolportierten Spieleraufstandes, schon früh wieder gehen. Es kam Damir Buric - am Ende von Magyars Premieren-Saison stand der emotionale Klassenerhalt mit einem 1:1 in Heidenheim.

Vier von zehn Bildern aus der Fürther Zeit

Im Februar 2019 lernte Richard Magyar mit Stefan Leitl seinen dritten Trainer kennen - und verabschiedete sich ein paar Monate später wieder in die schwedische Heimat. 47 Spiele mit vier Toren bleiben in Erinnerung - für den Verteidiger aber offensichtlich noch viel mehr. In seinem Abschieds-Posting auf Instagram stammten vier von zehn Bildern aus der Fürther Zeit. Eines vom Mannschaftskreis in Heidenheim, eines mit Kapitän Marco Caligiuri, eines, wie er gemeinsam mit Abwehrkollege Mario Maloca einen Schuss von Khaled Narey blockt - und eines, wie er zum Abschied den Fans mit einem Kind auf dem Arm zuwinkt.

"Eines der Dinge, auf die ich stolz bin, ist, dass ich immer für meine Kollegen eingestanden habe und was ich für richtig hielt, auch wenn es meine persönliche Karriere negativ beeinflusst haben könnte", schrieb Magyar dazu. "Ich bin unglaublich dankbar für alles, was ich während meiner Karriere erleben durfte, sowohl die Höhen als auch die Tiefen. Ich bin besonders dankbar für alle Vereine, die ich vertreten durfte, sowie für alle Menschen, die ich unterwegs treffen durfte."

Das Karriereende soll aber nur der Anfang von etwas Neuem sein. "Ich bin als Junge ins Berufsleben gekommen und gehe als Mann", so Magyar. "Irgendwie fühlt es sich an, als wäre alles nur eine Vorbereitung auf etwas Größeres gewesen. Tack. Thank you. Danke."

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