Sheriffs-Hotline

Wegen hoher Spritpreise: Polizei rückt nicht mehr aus

Stefan Besner

Online-Redaktion

E-Mail zur Autorenseite

22.6.2022, 14:54 Uhr
Das Sheriffs-Büro in Michigan schickt wegen der hohen Benzinpreise keine Polizisten zu "nicht lebensbedrohlichen" Einsätzen. (Imagebild)

© imago stock&people, imago stock&people Das Sheriffs-Büro in Michigan schickt wegen der hohen Benzinpreise keine Polizisten zu "nicht lebensbedrohlichen" Einsätzen. (Imagebild)

Immer wieder schaffen besonders kuriose Nachrichten aus den Vereinigten Staaten den Sprung über den großen Teich und machen auch hier Schlagzeilen. Denn das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist häufig auch das Reich grenzenloser Absurditäten. Gesetzestexte wie das Verbot des Besitzes von mehr als zwei Dildos in Arizona, Alaskas Erlass, dass Elche nicht auf der Straße Sex haben dürfen oder Utahs Tageslichtpflicht, wenn Paare miteinander tanzen, lassen uns Europäer immer wieder schmunzeln oder zumindest verwundert den Kopf schütteln.

Kein Geld mehr für Sprit

Anfang Juni empfahl sich Nordamerikas Exekutive nun wieder mit einem wahren Kabinettstückchen. Wie das amerikanische Medienportal Jalopnik berichtete, wandte sich ein Sheriff in Michigan mit einer befremdlichen Botschaft an die Öffentlichkeit. Das Sherriffs-Büro schicke wegen der hohen Benzinpreise keine Polizisten zu "nicht lebensbedrohlichen" Einsätzen.

"Wir haben die für Treibstoff veranschlagten Mittel ausgeschöpft, und es bleiben noch einige Monate bis zur Neufestsetzung des Haushalts.", schrieb er in einem Facebook-Post und erklärte weiter, er habe seine Deputies angewiesen, "Anrufe zu Taten, die nicht aktuell im Gange sind, Anrufe, die nicht lebensbedrohlich sind [und] Anrufe, die keine Beweissammlung oder Dokumentation erfordern", per Telefon zu bearbeiten. "Jeder Anruf zu Taten mit aktiven Verdächtigen wird von den Deputies beantwortet. Ich möchte der Gemeinde versichern, dass die Sicherheit unser oberstes Ziel ist und dass wir weiterhin auf diese Art von Anrufen reagieren werden."

Klagen wurden erhört

In der Zwischenzeit hat der Finanz- und Verwaltungsausschuss von Isabella County die monetären Probleme des Sheriffs angegangen: Eine Haushaltsänderung wurde zur Prüfung weitergeleitet, die zusätzliche 20.000 Dollar für das Kraftstoffbudget vorsieht, so das Nachrichtenportal WNEM.

Der Facebook-Post wurde mittlerweile gelöscht.

Verwandte Themen


3 Kommentare