Regierung diskutiert Notfallplan

Wegen Gaskrise: Millionen Heizungen könnten im Winter plötzlich ausfallen

5.8.2022, 16:05 Uhr
Die Gaspipeline Nord Stream 1 liefert nur noch 20 Prozent Gas.

© IMAGO/Nicolas Economou Die Gaspipeline Nord Stream 1 liefert nur noch 20 Prozent Gas.

Plötzlicher Gasmangel könnte in Deutschland drastische Folgen für Millionen von Haushalten haben. Bei einer Sitzung der Bundesregierung im Kanzleramt am 4. August wurde über Notfallpläne diskutiert, so berichtet es Bild.de.

Russland hat den Gasfluss durch die Pipeline Nord Stream 1 mittlerweile auf 20 Prozent gedrosselt. Dadurch rutscht die Versorgung in den kritischen Bereich, das wird sich vor allem im Winter bemerkbar machen. Viele Heizungen von gasnutzenden Haushalten könnten sich einfach abstellen, wenn der Druck in den Gasnetzen plötzlich absinkt. Das Problem ist laut Bild, dass Verbraucher die Heizungen in solch einem Fall nicht einfach wieder selbst anschalten könnten. Dafür wäre ein Handwerker nötig.

"Größte Energiekrise seit Bestehen der Bundesrepublik"

"Deutschland befindet sich in der größten Energiekrise seit Bestehen der Bundesrepublik", so der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie Siegfried Russwurm gegenüber der ARD. Der Notfallplan der Bundesregierung sieht vor, dass nach der Ausrufung der dritten und letzten Notfallstufe das Gas durch die Bundesnetzagentur verteilt wird.

Haushalte sollen dabei solange wie möglich Gas bekommen, so auch Einrichtungen wie Krankenhäuser, Rettungsstationen oder Pflegeeinrichtungen. Die Industrie würde dann vorerst leer ausgehen.

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