Jagd auf Phantom-Reptil

Aufregung in Franken: Krokodil im Main? Polizei sucht mit Hubschrauber und Booten

Tobi Lang
Tobi Lang

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23.6.2022, 16:34 Uhr
Einem Krokodil sollte man nicht zu nahe kommen. 

© Opan/XinHua/dpa Einem Krokodil sollte man nicht zu nahe kommen. 

So ein Krokodil ist eindrucksvoll - und schwer zu übersehen. Je nach Art werden die Reptilien mehrere Meter lang, ihre scharfen Zähne sind potenziell tödlich. Ein Passant im hessischen Hanau will am Donnerstag eines der Tiere im Main gesehen haben. Was unglaublich klingt, ist kein Novum: Immer wieder wird auch in Deutschland Krokodil-Alarm ausgerufen, auch in Bayern wollen Menschen die Tiere schon gesehen haben. Bestätigt hat sich das in den allerwenigsten Fällen.

Auch in Hanau liegt die Sache etwas anders. Mit Booten und einem Hubschrauber machte die Polizei Jagd auf das Phantom-Krokodil, ein Großeinsatz lief an. Angeblich, sagen Augenzeugen, sei das Tier in Richtung Bayern geschwommen. Deshalb wurde auch die Aschaffenburger Polizei involviert.

Am Ende ist es wie im Fußball ein Video-Beweis, der Klarheit bringt. Ein Zeuge, teilt die Aschaffenburger Polizei mit, habe das Phantom-Krokodil fotografiert. Tatsächlich handelte es sich um einen Biber, der deutlich harmloser ist. Ein großes Exemplar, auch mit eindrucksvollen Zähnen - aber eben kein Reptil. Und für Menschen ungefährlich.


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