Höhenretter im Einsatz

Bruchlandung in Franken: Fallschirmspringer hängt in 15 Metern Höhe fest - dann greift Feuerwehr ein

Tobi Lang
Tobi Lang

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2.8.2022, 12:32 Uhr
Gut zweieinhalb Stunden dauerte die Rettung des Fallschirmspringers. 

© Rainer Weiskirchen Gut zweieinhalb Stunden dauerte die Rettung des Fallschirmspringers. 

Es war kein alltäglicher Einsatz, so viel steht fest. Am Montagabend wurde die Freiwillige Feuerwehr Neustadt an der Aisch zu einem Fallschirmspringer gerufen, der in einem Waldstück in Not geriet. In einer Höhe von rund 15 Metern, so berichtet es die Feuerwehr, habe der sich in einer Baumkrone verfangen. "Der Verunfallte war unverletzt und konnte mit den Einsatzkräften kommunizieren", heißt es in einer Pressemitteilung. Schwierig war der Einsatz für die Retter aber dennoch - auch, weil das Waldstück relativ entlegen war.

Spezielle Höhenretter aus Nürnberg wurden nach Neustadt beordert. 

Spezielle Höhenretter aus Nürnberg wurden nach Neustadt beordert.  © Rainer Weiskirchen

Die Bergung des Mannes per Drehleiter habe man relativ schnell ausschließen müssen - "aufgrund der Gegebenheiten in dem Waldstück", wie es heißt. "Deshalb ließ der Einsatzleiter über die Leitestelle Ansbach die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Nürnberg an die Einsatzstelle nachalarmieren."

Sprungtuch und B8-Sperrung

In der Zwischenzeit positionierte sich die Feuerwehr mit einem Sprungtuch unter dem Mann. Damit hätte er im Falle eines unkontrollierten Absturzes aufgefangen werden können. Zudem musste die Bundesstraße 8 halbseitig aufgrund des Rettungseinsatzes gesperrt werden.

Mit Steigeisen kletterten die Nürnberger Höhenretter in die Bäume neben dem Fallschirmspringer, um sogenannte Festpunkte zu errichten. "Anschließend wurde der Fallschirmspringer über diese Festpunkte gesichert, die Verbindung zu seinem Fallschirm gelöst, dann sicher zur Erdgleiche abgelassen und dem Rettungsdienst übergeben", teilt die Feuerwehr mit.

Wie die Polizei Neustadt berichtet, habe der 40-Jährige ursprünglich mit seinem Fallschirm auf dem Gelände des Flugplatzes landen wollen. Eine Windböe erfasste ihn und beförderte ihn über das angrenzende Waldgebiet. Nach zweieinhalb Stunden konnte der Mann gerettet werden. Der Fallschirmspringer sei zwar wackelig auf den Beinen gewesen, blieb nach Angaben der Polizei aber unverletzt.


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