P-Seminar

Gymnasium Herzogenaurach: Schüler schmieren klimaneutrale Pausenbrote

21.12.2021, 14:15 Uhr
Am Gymnasium Herzogenaurach zeigen Oberstufen-Schüler Sechstklässlern, wie sie ihr Pausenbrot klimaneutraler machen können.

Am Gymnasium Herzogenaurach zeigen Oberstufen-Schüler Sechstklässlern, wie sie ihr Pausenbrot klimaneutraler machen können. © Ronja Kieninger, NN

Mit Mixern, Schneidbrettern und Gemüse statt mit vielen Büchern bepackt kamen die 15 Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Klimaneutrale Ernährung“ des Gymnasiums Herzogenaurach in die Schule. Das Seminar hatte das Ziel, den SchülernInnen der sechsten Jahrgangsstufe ganz praktisch Vorschläge zu machen, wie diese ihr Pausenbrot ohne viel Aufwand klimafreundlicher gestalten können.

Fast ein ganzes Jahr lang hatte sich das P-Seminar unter der Leitung von Ulrike Deavin-Spindler darüber informiert, wie klimafreundliche Ernährung aussieht. Ausführliche Recherchearbeiten beispielsweise über die Auswirkungen unseres Fleischkonsums, des konventionellen Anbaus von Lebensmitteln, die weiten Transportwege und nicht zuletzt über die eigenen - oft klimaschädlichen - Ernährungsgewohnheiten brachten für das Seminar viele interessante Einblicke und neue Erkenntnisse. Auch Experten wie Dr. Seeböck, Mitglied des Klimaschutzbeirats Buckenhof, unterstütze ihr Projekt, indem er dem Kurs konstruktiv bei der Berechnung des CO2-Verbrauchs einzelner Lebensmittel half.

Dafür wird auch online recherchiert ...

Dafür wird auch online recherchiert ... © Ronja Kieninger, NN

Erster Schritt des Projekts war die Planung und Durchführung einer Veranstaltung im April während der Lockdown-Phase, als das P-Seminar in zahllosen Videobeiträgen in Kooperation mit dem P-Seminar „Lauf für Kaya“ viele Klassen darüber informierte, was alles beachtet werden muss, um sich möglichst klimafreundlich zu ernähren.

Wissen praktisch erfahrbar gemacht

Nun - ein gutes halbes Jahr später - sollte das Wissen nicht mehr nur theoretisch weitergegeben, sondern auch praktisch erfahrbar werden. Die Unterstufenschüler der sechsten Klassen kamen so in den Genuss, von den „Großen“ darin geschult zu werden, wie sie ihr Pausenbrot klimafreundlicher gestalten könnten. Eine vorgeschaltete Umfrage hatte den Inhalt einer durchschnittlichen Brotbox bestimmt und einen CO2-Wert von rund einem Kilogramm ergeben. Diesen Wert galt es nun zu schlagen. Das alternative Angebot umfasst schließlich einen Gemüseaufstrich auf Vollkornbrot, Energyballs und einen Smoothie auf Hafermilchbasis - und kam in der CO2-Bilanz auf gerade mal 126g.

... und natürlich Gemüse geschnippelt.

... und natürlich Gemüse geschnippelt. © Ronja Kieninger, NN

Die Zutaten wurden im Unverpacktladen Kleegrün in Nürnberg und bei regionalen Anbietern sowie Hofläden eingekauft, wobei darauf geachtet wurde, dass auch der Transport der Lebensmittel keine zusätzlichen Emissionen verursachte. Die Aufgabe, mit vielen neugierigen und lebhaften Sechstklässlern in zwei aufeinanderfolgenden Doppelstunden die vorbereiteten Rezepte zuzubereiten und dabei gleichzeitig noch den Hintergrund der Aktion zu erklären, bereitete viel Spaß, stellte für die angehenden Abiturienten aber auch eine große Herausforderung dar.

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