Nach Einlenken von CSU und JL

Höchstadter BI hält an Bürgerbegehren fest

10.1.2022, 18:30 Uhr
Schwarzenbachgrund.

Schwarzenbachgrund. © Karl-Heinz Panzer, NN

Wie es in einer Pressemitteilung der BI weiter heißt, sei der Entschluss von CSU und JL zwar "vernünftig", gleichzeitig aber auch ein "Ausweis für den mangelnden Willen der Höchstadter Kommunalpolitik ..., auf Experten zu hören und vorausschauende Baupolitik zu betreiben. Da braucht es schon ein Hochwasser um Einsicht zu erzeugen".

Eine Verplanung dieser Gebiete sei angesichts der geografischen Lage (Karpfenland Aischgrund) stadtplanerisch von vornherein widersinnig gewesen, heißt es weiter. "Leider waren für diesen Entschluss nicht die Argumente des Umwelt- und Klimaschutzes leitend." Bis zu einem rechtwirksamen Stadtratsbeschluss gegen das Gewerbegebiet werde sich die Bürgerinitiative deshalb "unvermindert mit allen wichtigen Argumenten weiter für ein Bürgerbegehren zum Schutz des Schwarzenbachgrundes einsetzen".

"Hoher Verlust von ökologischem Lebensraum"

Kritik gibt es darüber hinaus am Festhalten von CSU und JL an einer Bebauung im Häckersteig in Form von Einfamilienhäusern. CSU und JL definieren die leicht abgespeckte Form der geplanten Häckersteigbebauung dabei als einen gelungenen Kompromiss im Sinne der städtischen Fortentwicklung.

Das sieht die BI anders: "Im Gegensatz zur behaupteten Zukunftsfähigkeit der Bebauung durch Einfamilienhäuser hat man es vielmehr mit einem hohen Verlust von ökologischem Lebensraum zu tun, die den nachwachsenden Generationen im Kampf gegen den Klimawandel massiv fehlen wird."

Politik aus den 1960er Jahren

Auch hier müsse man anmerken, "dass die maßgeblichen Entscheidungsträger der beiden Fraktionen JL und CSU entgegen aller Expertise den Wert des nicht vermehrbaren Gutes ,Boden' für unsere Zukunft nicht anerkennen wollen". Stattdessen bestehe man weiterhin auf das Weiterbetreiben einer Baulandpolitik aus den 1960er Jahren und schaffe so die Baulücken mit teurer Infrastruktur von morgen.

Massive Kritik gibt es zudem am neuen Flächennutzungsplan für die Stadt Höchstadt. Dieser werde, so die BI in ihrer Pressemitteilung, mit 20 Jahren Verzögerung vorgelegt und ignoriere die Aspekte des Klimaschutzes völlig. "Zudem werden aktuelle Prognosen zur demografischen Entwicklung nicht berücksichtigt."

Keine Kommentare