Vortrag am 14. Juli

Der „Engel der Kulturen“ wirbt in Neumarkt für kulturelle Vielfalt

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 14.09.16..FOTO: Michael Matejka ..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Philip Hauck..ANZAHL: 1 von 1.."Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung"
Philip Hauck

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1.7.2022, 09:17 Uhr
Die riesige runde Skulptur wird von den Jungen und Mädchen der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule (Nürnberg) durch den Pausenhof gerollt.

© F.: Günter Distler Die riesige runde Skulptur wird von den Jungen und Mädchen der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule (Nürnberg) durch den Pausenhof gerollt.

Begleitet von Unterstützern wird die rollende Skulptur zu Fuß und per Hand durch Neumarkt zu vier Stationen in der Stadt gerollt. Die Stationen stehen für den evangelischen und katholischen Glauben, für die jüdische Vergangenheit Neumarkts sowie die islamische Gemeinde, denen die friedvolle Koexistenz von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur hier in Neumarkt ein großes Bedürfnis ist.

Sandbild aus Quarzsplitt

Diese Institutionen übernehmen eine kurze inhaltliche Gestaltung an den einzelnen Stationen. Außerdem entsteht ein Sandbild aus weißem Quarzsplitt. Ein vergänglicher Abdruck des Engels der Kulturen, der sich dann in alle Winde zerstreut.

Die Bodenintarsie „Engel der Kulturen" vereint die drei Symbole Kreuz, Halbmond und Davidstern.

Die Bodenintarsie „Engel der Kulturen" vereint die drei Symbole Kreuz, Halbmond und Davidstern. © Foto: Manuela Prill

Am Ende des Weges wird der „Engel der Kulturen“ in Form einer Bodenintarsie auf dem Vorplatz der Grundschule an der Bräugasse verlegt. Initiiert wird dieses Projekt von der Grundschule an der Bräugasse. An der Bräugassenschule ist kulturelle Vielfalt Alltag. Aus 25 Nationen stammen die Kinder.

Als Kooperationspartner wird das Projekt unterstützt vom Evangelischen Bildungswerk, der Katholischen Erwachsenenbildung, der Stadt Neumarkt, dem Evangelischen Dekanat und Kirchengemeinde, der Jüdischen Gemeinde Regensburg, der Katholischen Kirchengemeinde Münster St. Johannes, der Muslimischen Gemeinde und dem Ostendorfer Gymnasium.

Rektorin Tanja Kölbel versucht das zu leben, was von der Politik so oft für unsere Gesellschaft beschwört wird: Ein Zusammenleben in Toleranz und gegenseitigem Respekt. Dass dies gelingen kann, soll nun für die Bürger der Stadt sichtbar werden.

Friedliches Zusammenleben als Ziel

Durchgeführt wird die Aktion „Engel der Kulturen“ von den Künstlern Gregor Merten und Carmen Dietrich aus Burscheid. Ihr Ziel ist, das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und Kulturen zu fördern.

Im Mittelpunkt steht ein Kreis (Erdkreis) aus Stahl mit den Symbolen für die drei abrahamitischen Religionen, Kreuz, Stern und Halbmond. Die nur halb ausgeformten Symbole sind bewusst so weit als möglich auseinander platziert: So bleibt Raum für andere Kulturen und Religionen.

Start ist um 14 Uhr an der Evangelischen Christuskirche, Kapuzinerstr. 3, weiter geht es um 14.45 Uhr an der Islamische Gemeinde, Regensburger Str. 13, um 15.20 Uhr Stolpersteine (Judentum), Oberer Markt 5, um 15.40 Uhr am Münster St. Johannes und schließlich um 16 Uhr an der Schule Bräugasse (Verlegung der Bodenintarsie).

Vortrag der Künstler

Am Vorabend, 14. Juli, findet um, 19.30 Uhr im Bürgersaal in der Fischergasse 1 ein Bildervortrag der beiden Künstler zu ihrem Projekt statt. Der Informationsabend mit dem Künstlerpaar Carmen Dietrich und Gregor Merten wird musikalisch von Christine Rouamba und Klaus Rauchensteiner.

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