Turnier am Samstag

Mit Legenden, „legendärer“ Stern-Pizza und Trainer-Überraschung: Windsheimer Volleyballer feiern 40.

Stefan Blank

Redakteur für Westmittelfranken

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21.6.2024, 15:22 Uhr
Die Volleyballer des TV Bad Windsheim (in der Mitte Xaver Frühwirth) feiern ihr Jubiläum.

© Frank Wiemer Die Volleyballer des TV Bad Windsheim (in der Mitte Xaver Frühwirth) feiern ihr Jubiläum.

"Wir wollen einfach ein paar schöne Stunden verbringen - mit alten Recken und jungen Talenten, Volleyballern, die von vier Jahrzehnten erzählen können, und solchen, die einmal in deren Fußstapfen treten wollen", erzählt Xaver Frühwirth, Sportlicher Leiter der Volleyballer. "Dazu freuen wir uns über jeden Fan oder Interessierten, der vorbeikommt."

In der Halle am Bad Windsheimer Schulzentrum, der Heimspielstätte der "Hyänen", wie sich die Kurstädter selbst nennen, wird ab 9 Uhr ein Mixed-Turnier ausgespielt. Xaver Frühwirth verrät, dass dabei unter anderem Benjamin Schmiedecke, Marco Herrmann, Michelle Geißbarth, Claudia und Jochen Dachlauer oder Christian Haupt am Netz stehen werden. "Der Sohn von den Dachlauers spielt jetzt in unserer Ersten und Christian Haupt hat damals in den 1980ern mit unserem Ehren-Abteilungsleiter Hans Schmidt noch zusammen gezockt", erklärt Frühwirth. Die Mannschaften wurden dabei im Vorfeld ausgelost. "Wir haben aber mit Lostöpfen dafür gesorgt, dass die Teams einigermaßen ausgeglichen sind."

Wichtig ist den Verantwortlichen, dass unterschiedliche Generationen zusammenkommen, die eine gemeinsame große Leidenschaft eint: die Liebe zum Volleyball. Sportlich gab es in diesem Spieljahr 2023/24 übrigens auch mindestens drei Happy-Ends. Die Erste rehabilitierte sich mit Rang vier von zehn locker in der Bayernliga und ließ damit den Schmerz nach dem Abstieg aus der Regionalliga vergessen. Die Frauen-Erste, die als SG mit der SB Uffenheim läuft, schaffte über ein Relegationsturnier fulminant den Klassenerhalt in der Landesliga. "Das war schon eine super Sache", sagt Frühwirth, der selbst Trainer der Frauen ist und damit auch von seiner Frau, Mittelblockerin Anne Frühwirth. Und die U20-Junioren feierten im Frühjahr einen ganz besonderen Erfolg: Sie holten die bayerische Meisterschaft.

Volleyball in Bad Windsheim als Familien-Angelegenheit ist dabei keine Seltenheit, die Begeisterung springe oft über, erzählt Frühwirth. "Das war schon immer so und wird hoffentlich auch noch weitere 40 Jahre so laufen."

Donato Catone macht "Stern-Pizza"

Das Turnier soll bis etwa 18 Uhr gehen, danach ist eine Party im FSV-Sportheim am Walkmühlweg in Bad Windsheim geplant. Als besondere Jubiläums-Überraschung wird es in der Mittagspause Pizza geben. "Aber nicht irgendeine Pizza, sondern die legendäre Stern-Pizza von Petra und Donato Catone, die mit einem mobilen Pizzaofen vorbeikommen", sagt Xaver Frühwirth, der sich nach eigener Aussage auch schon "massiv" darauf freut. Die Catones haben jahrzehntelang die Pizzeria "Zum Stern" in Bad Windsheim geführt. Zudem wird ein Eiswagen der Windsheimer Eisdiele Sole & Luna vor Ort sein.

Doch mit Spannung erwartet wurde in den vergangenen Wochen auch die Antwort auf eine andere offene Frage: Wer wird nach dem Abschied von Robert Auerochs Trainer der Bayernliga-Mannschaft des TV 1860 Bad Windsheim? "Wir haben wirklich unfassbar viel versucht und herumtelefoniert", verrät Xaver Frühwirth. Am Ende mussten die "Hyänen" ihre Suche nach einer externen Lösung aber erfolglos einstellen. Als Rückschlag oder gar Niederlage wollen die Volleyballer das aber nicht akzeptieren. "Wir machen nun das Beste daraus", sagt Xaver Frühwirth.

Wie es nun weitergeht? "Mit einem Experiment", sagt der Sportliche Leiter des TVW. Mehrere Aktive der Ersten, darunter Kapitän Marcel Geißbarth oder Cedric Herrmann, werden sich um das Training, die Spielvorbereitung und das Coachen an den Spieltagen kümmern. Doch wer den TV 1860 Bad Windsheim kennt, weiß, dass auch da "zusammengelangt" wird, wie es Xaver Frühwirth nennt. Frühwirth selbst ist übrigens als einer der wenigen "Hyänen", der auch die nötige Trainer-Lizenz hat, um Bayernliga zu coachen - und auf Nachfrage verrät er immerhin vielsagend: "Und bei den Heimspielen bin ich ja meistens eh auch da."

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