Nürnberger Hochzeitsmesse

Heiraten: Zwischen Chiffon und vielen Herzen

Irini Paul
Irini Paul

Lokalredaktion

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7.11.2021, 16:04 Uhr
Dominic Armbrüster (re.) ließ auf der Messe ihre Kleider von "Brautmoden Herzog" unter anderem von der Vize Miss Franken Classic Chiara und der Miss Franken Classic Vanessa präsentieren.

© Stefan Hippel, NNZ Dominic Armbrüster (re.) ließ auf der Messe ihre Kleider von "Brautmoden Herzog" unter anderem von der Vize Miss Franken Classic Chiara und der Miss Franken Classic Vanessa präsentieren.

Wenn es schon keine Garantie im Leben und in der Liebe gibt, sollte man wenigstens bei der Hochzeit nichts dem Zufall überlassen. Denn da kann eben auch einiges schief gehen. Das fängt bei der Sitzordnung an und hört dabei auf, dass das Paar auch optisch gut abgestimmt sein sollte. Keine so leichte Sache, will die Braut eine Überraschung für ihren Zukünftigen sein.

Nico Schneider von der "Maßmanufaktur Schneider" stellt in Kulmbach Unikate für den Herren her.

Nico Schneider von der "Maßmanufaktur Schneider" stellt in Kulmbach Unikate für den Herren her. © Stefan Hippel, NNZ

Das weiß auch Nico Schneider, wie er schmunzelnd auf der großen „Just Married Hochzeitsmesse“ im Ofenwerk sagt. Er, der nicht nur Schneider heißt, sondern mit diesem Handwerk auch sein Geld in Kulmbach verdient, empfiehlt daher immer, dass am besten der Trauzeuge bei der Anprobe dabei ist. „Die können dann auch sagen, wenn die beiden Richtungen komplett auseinander gehen.“ Bereits in der vierten Generation geht seine Familie ihrer Zunft nach. Ab 4000 Euro bekommt man bei ihm einen maßgeschneiderten Anzug - und damit ein Unikat.

Überhaupt die Einzigartigkeit. Weil es ein einmaliges Ereignis ist, soll alles auch einzigartig sein. So gibt es etwa unter den vielen Ideen an den Messeständen durchaus auch Überraschendes neben dem Üblichen zwischen singendem DJ, Caterer, Fotograf und ganz vielen Herzchen. Da wären etwa Flachmänner mit dem Konterfei des Brautpaares als Gastgeschenke oder das Gewinnspiel, bei dem man unter anderem einen „Palmpower-Vibrator gewinnen kann.

Dazwischen Kleider soweit das Auge reicht, während Models von „Herzog Brautmoden“ in Nürnberg auf der Bühne zeigen, was am schönsten Tag alles möglich wäre. Das Brautkleid ist auch das Wichtigste an diesem Vormittag für Sabine. Die ist mit ihrer Freundin Anna extra aus Fürth gekommen, um sich inspirieren zu lassen. Im Januar will sie ihren Freund standesamtlich heiraten, das große Fest soll dann im September steigen. „Den DJ und die Location haben wir bereits, aber das Kleid fehlt eben noch“, sagt die 33-Jährige. Schlicht soll es sein. „Ich will mich ja nicht verkleidet fühlen.“ Wie viel sie für das Kleid ausgeben würde, verrät sie nicht. Nur, dass das Kleid natürlich eine Überraschung für ihren Mann sein soll - und für die 80 bis 100 Gäste, die kommen werden.

Der Trend geht zu schmalen Ringen, das weiß auch Goldschmiedin Jessica Maier.

Der Trend geht zu schmalen Ringen, das weiß auch Goldschmiedin Jessica Maier. © Stefan Hippel, NNZ

Schier endlos scheint unterdessen die Auswahl an möglichen Eheringen. Auch wenn nicht alle Fertiges wollen, wie Goldschmiedin Jessica Maier sagt. Gemeinsam mit Frank Küspert stellt sie in ihrer Ringschmiede „Goldzeit“ individuellen Schmuck her. Wer mag, kann das in einem Kurs bei den beiden auch selbst erledigen. „Schmale Ringe liegen zur Zeit absolut im Trend“, so Jessica Maier. Davon abgesehen scheinen der Fantasie vom schönsten Tag des Lebens aber keine Grenzen gesetzt zu sein - außer die des Geldbeutels.

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