Topspiel der 2. Volleyball-Bundesliga

Eine Frage des Willens

Daniel Frasch

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11.2.2022, 18:39 Uhr
Juliane Kind (in blau) war im Heimspiel gegen den TV Dingolfing Ende Oktober die auffälligste Altdorfer Spielerin. Die 2:3-Niederlage konnte aber auch sie nicht verhindern. Diesen Sonntag soll es besser laufen.

© Daniel Frasch Juliane Kind (in blau) war im Heimspiel gegen den TV Dingolfing Ende Oktober die auffälligste Altdorfer Spielerin. Die 2:3-Niederlage konnte aber auch sie nicht verhindern. Diesen Sonntag soll es besser laufen.

Das eine Topspiel gewonnen, das nächste gleich vor der Brust: Für die Volleyballerinnen des TV Altdorf geht es nach dem deutlichen 3:1-Auswärtserfolg beim VC Wiesbaden II an diesem Sonntag (15 Uhr, Sport1 extra) beim TV Dingolfing weiter. Der Erste zu Gast beim Tabellenzweiten, dazu ein bayerisches Derby: Diese Partie lässt die Volleyballherzen höher schlagen. Wie Altdorf haben auch die Niederbayern bislang 13 Siege eingefahren, dabei allerdings ein Spiel weniger bestritten als der TVA.

Bedeutet: Mit einem Sieg würde die Mannschaft von Trainer Haitham Aleter den TVD auf Distanz halten und seinen Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen. Wie eng die beiden Teams beieinander liegen, hat das Hinspiel Ende Oktober gezeigt: Erst im entscheidenden fünften Satz musste sich Altdorf einst zuhause geschlagen geben, zeigte dabei jedoch jede Menge Kampfgeist und Siegeswille. Trotz großer Personalsorgen und dem Fehlen von Spielführerin Katharina Schön boten die Gastgeber Dingolfing die Stirn, Coach Aleter sagte im Anschluss zufrieden: „Wir haben einen Punkt gewonnen und eine tolle Performance abgeliefert“.

Die Vorzeichen des Rückspiels in der Sporthalle Höll-Ost stehen jedoch anders. Nicht nur wird Katharina Schön ihr Team unterstützen, auch konnten Zuspielerin Ellen Heimburger und Diagonalspielerin Alina Hösch unter der Woche ins Mannschaftstraining einsteigen und dürften damit Sonntagnachmittag wieder zur Verfügung stehen.

Erneut ohne zwei Libera

Der Schuh drückt nach wie vor auf der Libera-Position: Wie bereits in Wiesbaden wird erneut die 17-jährige Alina Schneider die beiden etatmäßigen Libera Christine Prügel und Stephanie Hofmann vertreten. In Wiesbaden gelang ihr das glänzend, „sie hat ihr Sache sehr gut gemacht“, stimmt auch Juliane Kind zu. Somit reisen die Löwinnen voller Selbstvertrauen und dem Wunsch nach Revanche nach Niederbayern. „Im Gegensatz zu Wiesbaden, die uns doch körperlich überlegen waren, punkten die Dingolfinger über ihren Kampfgeist und ihren Teamspirit. Die Dinge, die auch uns stark machen und mit denen uns viele in der Liga assoziieren“, lautet Juliane Kinds Ausblick.

Da Dingolfing in dieser Saison schon so manchen gewonnen geglaubten Satz gedreht hat, sollten sich die Altdorferinnen jedoch nicht zu früh in Sicherheit wiegen. Auch im Hinspiel hatten sie mit 2:1-Sätzen geführt - und am Ende dann noch verloren.