TV Altdorf kassiert deftige Niederlage

Harte Landung

Daniel Frasch

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14.2.2022, 08:06 Uhr
Hängende Köpfe der Spielerinnen und fragende Blicke des Trainers gab in der laufenden Spielzeit eher selten beim TV Altdorf. Bei der verdienten 0:3-Niederlage beim TV Dingolfing waren die Löwinnen jedoch chancenlos.

© Daniel Frasch Hängende Köpfe der Spielerinnen und fragende Blicke des Trainers gab in der laufenden Spielzeit eher selten beim TV Altdorf. Bei der verdienten 0:3-Niederlage beim TV Dingolfing waren die Löwinnen jedoch chancenlos.

Dass die Volleyballmannschaft des TV Altdorf gegen Topteams bestehen kann, hat sie vergangene Woche beim 3:1-Sieg beim Tabellenzweiten VC Wiesbaden II unter Beweis gestellt. Dementsprechend groß waren Euphorie und Zuversicht vor dem Duell mit dem TV Dingolfing. Locker und gelöst - so lässt sich die Stimmung beschreiben, mit der die Altdorfer Damen Sonntagvormittag nach Niederbayern aufgebrochen sind. Gute Stimmung in den Mannschaftsbussen, ein kleines Tänzchen während der Brotzeit auf dem Parkplatz an der Autobahn: Wie ihr Instagram-Kanal beweist, reisten Altdorfs Löwinnen selbstbewusst nach Dingolfing, mit dem klaren Ziel, die Tabellenführung zu behaupten. Doch daraus wurde nichts - Altdorf unterlag im Topspiel klar und deutlich mit 0:3 (25:18, 25:19, 25:17).

Bereits zu Beginn des ersten Satzes wurden die Gäste auf den Boden der Tatsachen geholt: Beim Stand von 1:5 nahm Altdorfs Trainer Haitham Aleter die erste Auszeit, spätestens nach dem 1:7 war jedoch klar, dass der Versuch, seine Mannschaft wach zu rütteln, verpufft war. „Wir sind von Anfang an nicht richtig in das Spiel gekommen und hatten Annahmeprobleme, weshalb es auch die Zuspieler sehr schwer hatten“, bilanzierte Ellen Heimburger im Anschluss an die Partie.

Aufholjagd von kurzer Dauer

Zwar verkürzten die Gäste zwischenzeitlich auf 13:16, nach der kurzen Aufholjagd hatte Altdorf sein Pulver jedoch schon wieder verschossen. Der TVA leistete sich zu viele Eigenfehler im Angriff und bei den Aufschlägen, Satz eins ging schließlich mit 25:18 verdient an Dingolfing. Etwas besser schien es im zweiten Durchgang zu laufen: 7:8 lag Altdorf zur ersten technischen Auszeit nur zurück, Mariana Dias als geschickte Zuspielerin und Katarzyna Stanic im Block hielten den TVA zumindest vorübergehend im Spiel.

Das stark aufspielende Dingolfinger Duo Sonja Schweiger und Amelie Busch bekamen die Gäste jedoch nicht in den Griff: Immer wieder servierte Schweiger (sie wurde im Anschluss zur wertvollsten Spielerin der Partie gewählt) die Bälle punktgenau ans Netz, Busch stemmte ihre 1,80-Meter in die Luft und platzierte die Bälle sicher im Altdorfer Feld. Mit 25:19 ging Satz zwei an die Gastgeber. „Wir waren im Angriff nicht mutig genug“, lautete das Fazit von Altdorfs Naomie Janetzke, die im Laufe des Spiels eingewechselt wurde, der Partie jedoch auch nicht ihren Stempel aufdrücken konnte.

Mutiger wurde das Altdorfer Angriffsspiel auch im dritten Satz nicht. Von Beginn an übernahmen die Gastgeberinnen, die vom lautstarken Publikum nach vorne gepeitscht wurden, die Spielkontrolle, gingen früh in Führung und bauten diese sukzessive aus. 4:8 stand es aus Altdorfer Sicht zur ersten, 8:16 zur zweiten technischen Auszeit. Zwar ergaben sich die Gäste nicht kampflos ihrem Schicksal, wirklich gefährlich wurden sie den Dingolfingern jedoch nicht mehr.

"Nur hinterhergelaufen"

Mit 17:25 unterlag die Mannschaft von Trainer Haitham Aleter auch im dritten Satz, zu viele Angriffe landeten im starken Dingolfinger Block, zu selten gelang es den Gästen, die Angriffe der Dingos abzuwehren. „Anstatt unsere Bestleistung abzurufen, haben wir im Topspiel eine unserer schlechtesten Saisonleistungen gezeigt“, schimpfte Altdorfs Juliane Kind im Anschluss an die Partie und ergänzte: „Wir sind das ganze Spiel nur hinterhergelaufen und hatten nicht die Chance, unser Spiel aufzuziehen. Wir sind alle sehr enttäuscht, denn wir hatten uns das Spiel anders vorgestellt.“ Die Möglichkeit es besser zu machen, bietet sich dem TV Altdorf kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim TV Planegg-Krailling.