Vom Nürnberger Flughafen

Schnaittacher BRK-Bereitschaft transportiert kriegsverletzten Ukrainer

Redaktion PZ

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9.6.2022, 12:40 Uhr
Ein Airbus der Bundeswehr brachte die Patienten nach Nürnberg, von wo aus sie das BRK weitertransportierte.

© BRK Ein Airbus der Bundeswehr brachte die Patienten nach Nürnberg, von wo aus sie das BRK weitertransportierte.

–35 Patienten aus der Ukraine hatte ein Airbus A 310 der Bundeswehr an Bord, als er auf dem Nürnberger Flughafen landete. Mit rund 20 Fahrzeugen wurden sie vom Roten Kreuz (BRK) in Krankenhäuser verlegt. Einen der Ukrainer transportierte ein dreiköpfiges Team aus Schnaittach.

Die drei Schnaittacher, Laura Häußler, Oliver Unterburger und Florian Brandmüller, kümmerten sich um einen 30-jährigen Mann, der neben einer schweren Handverletzung eine Trommelfellruptur sowie eine Fußamputation erlitten hat. Obwohl sich die Kommunikation, aufgrund mangelnder Englischkenntnisse des Patienten, eher schwierig gestaltete, hatten alle den Eindruck, dass der junge Patient froh war, in einem deutschen Krankenhaus weiterbehandelt zu werden. 

Für die Ehrenamtlichen war der Krankentransport eine neue Erfahrung. Sie zeige, "wie gut wir es doch eigentlich haben", sagt Florian Brandmüller.

Bundesamt als Auftraggeber

Auftraggeber für diesen besonderen Einsatz war das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Bereits seit Beginn des Krieges koordiniert das BBK die Verlegung von Patienten aus der Ukraine in deutsche Krankenhäuser.

Vor einem Monat, am 5. Mai, wurde der 100. Patient aus dem Kriegsgebiet erfolgreich verlegt. Bei allen Verletzten handelt es sich um Menschen, die aufgrund der gegenwärtigen Situation in der Ukraine dort nicht adäquat versorgt werden können.