Kanalbaumaßnahme in Rummelsberg

Tunnel in zehn Metern Tiefe

Der Bote

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11.8.2022, 09:00 Uhr
Die erste Grube entsteht unweit des Wichernhauses.

© Dominik Kranzer Die erste Grube entsteht unweit des Wichernhauses.

In enger Abstimmung mit der Rummelsberger Diakonie startet das Krankenhaus Rummelsberg in Kürze eine Kanalbaumaßnahme. Die Maßnahme ist zwingend notwendig, da der bisherige Mischwasserkanal des Kanalisations-Zweckverband (KZV) Schwarzachgruppe unter dem künftigen Standort des Klinikneubaus verläuft und deshalb umverlegt werden muss. Damit eine grabenlose Verlegung möglich ist, haben sich die Verantwortlichen für das Microtunneling entschieden - in zehn Metern Tiefe.

Es tut sich was – auch für das Auge in Rummelsberg, genauer gesagt in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses. Aktuell finden Erdarbeiten und das Einrichten einer Baustelle statt. In enger Abstimmung mit der Rummelsberger Diakonie startet das Krankenhaus Rummelsberg in Kürze eine Kanalbaumaßnahme. Die Maßnahme ist zwingend notwendig, da der bisherige Kanal auf dem künftigen Standort des Klinikneubaus verläuft und deshalb umverlegt werden muss. Aktuell verläuft der Kanal unter dem Verbindungsgang zwischen Wichernhaus und Laurentiushaus. Künftig wird der Kanal parallel zum Laurentiushaus verlaufen und an dessen Ende im 90-Grad-Winkel an der Grundstücksgrenze entlang Richtung Fröschau führen. Da für den zweiten Teil, von Laurentiushaus Richtung Fröschau, die Grundstücksgrenzen nicht eingehalten werden können und der Kanal somit außerhalb des Klinikgeländes verläuft, musste die Maßnahme in enger Abstimmung mit der Rummelsberger Diakonie geplant werden.

Damit die Kanalumverlegung grabenlos möglich ist und so wenig Bäume wie möglich gerodet werden müssen, kommt ein Microtunneling-Verfahren zum Einsatz. Beim Microtunneling handelt es sich um ein ferngesteuertes Rohrvortriebsverfahren zur grabenlosen Verlegung von Produktoder Mantelrohren. 

Bei diesem Verfahren bewegt sich die Vortriebsmaschine von einer Startbaugrube aus in Richtung der Zielbaugrube. Die erforderlichen Vortriebskräfte erzeugt eine in der Startgrube verspannte Presseinrichtung. Der Bohrkopf baut den Boden – angepasst an die Geologie und die Grundwasserverhältnisse an – vollflächig ab. Der abgebaute Boden wird im Bohrkopf zerkleinert und über eine Förderschnecke abtransportiert.

Bohrungen im September

Derzeit werden die Baustellen eingerichtet und die massiven Spundwände für die Start- und Zielgrube angeliefert. Ab Mitte August wird die Baustraße zum Schacht hergestellt und anschließend die Startbaugrube ausgehoben. Die Bohrungen (erster Teil) werden von Mitte September drei Wochen lang andauern. Nach der Umrüstung der Grube und der Bergung der Vortriebseinheit wird Mitte Oktober der zweite Teil gebohrt. Die eigentlichen Kanalarbeiten werden im November erfolgen, so dass zwei Drittel des Kanalbaus Ende des Jahres abgeschlossen sind. 

Läuft alles nach Plan, können die Arbeiten für den letzten Teil soweit vorbereitet werden, dass nach einer Winterpause (von Weihnachten bis Ende Februar) die finalen Kanalanschlussarbeiten stattfinden. Der Abschluss der Baumaßnahme ist für Mitte April 2023 anvisiert.