Prell-Areal: Schwabacher üben harte Kritik an Plänen

20.1.2020, 11:07 Uhr
Bei der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus wurden die aushängenden Pläne und auch das Modell, mit dessen Hilfe man sich die Überlegungen des Investors gut vorstellen konnte, aufmerksam studiert.

© Foto: Jürgen Karg Bei der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus wurden die aushängenden Pläne und auch das Modell, mit dessen Hilfe man sich die Überlegungen des Investors gut vorstellen konnte, aufmerksam studiert.

Rüdiger Seeberger von der Ten-Brinke-Projektentwicklungs-GmbH, die Leiterin des Stadtplanungsamtes, Lydia Kartmann, und Stadtbaurat Ricus Kerckhoff stellten zunächst die aktuellen Planungen vor, die im Oktober 2019 vom Stadtrat gebilligt worden waren. Anschließend lag es an den Besucherinnen und Besuchern der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus, Fragen zu stellen, von Bürgermeister Dr. Thomas Donhauser moderiert.

Zuvor hatte Nadja Meyer vom Bauamt noch erläutert, dass sich die Planungen erst ganz am Anfang befänden und die offizielle vorgezogene Bürgerbeteiligung im Rahmen des erforderlichen Bebauungsplan-Verfahrens im Frühjahr vorgesehen sei. Ihr Ausblick: Ende 2021 dürfte der erforderliche Bebauungsplan rechtskräftig werden können.

Parkplätze fallen weg

Stadtbaurat Kerckhoff sprach von einem "Nutzungsmix", der für das Areal vorgesehen sei: ein Lebensmittel-Vollsortimenter, kleine Gewerbeflächen, ein Hotel und etwa 40 Wohnungen. Rund 200 Stellplätze könne die geplante Tiefgarage umfassen, die laut Kerckhoff auch öffentlich zugänglich sein werde.

Klar war schnell, dass die bei einer Bebauung entfallenden Parkplätze an der Reichswaisenhausstraße nicht vollständig ausgeglichen werden können. Ein Redebeitrag lautete dann auch, dass der jetzige Parkplatz aus Sicht der Anwohner ein "hohes Gut" sei.

"Massiver Klotz vor die Nase"

Auch das auf der Parkfläche vorhandene Grün sowie die Bäume in der Umgebung können wohl im unmittelbaren Bereich nicht vollständig ausgeglichen werden. Es sei zwar eine Dachbegrünung im Bereich des Lebensmittelmarktes und der Wohnungen vorgesehen. Aber Ersatzpflanzungen für Bäume werde es auch geben müssen, so Baurat Kerckhoff.

"Uns wird ein massiver Klotz vor die Nase gesetzt, wo bleiben Licht und Luft vor allem zur Südlichen Mauerstraße hin?", monierte eine Bürgerin. Ob denn die in dem Bereich vorhandenen historischen Keller die Bauphase überstehen werden, warf eine andere Bürgerin ein.

Und ein Anwohner wies darauf hin, dass ein seines Wissens nach auf dem Grundstück vorhandener Keller in den ausgelegten Plänen gar nicht auftauche. Das Konzept sei kontraproduktiv, wenn man das Konzept, Autos aus der Altstadt rauszubringen, verfolge, kritisierte eine weitere Teilnehmerin.

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