Basketball-Regionalliga

VfL Treuchtlingen fährt mit großen Personalsorgen zum Derby nach Nördlingen

Uwe Mühling

26.11.2022, 08:29 Uhr
Zuletzt konnten die VfL-Baskets einen 100:85-Heimsieg gegen Unterhaching bejubeln und beendeten damit ihre Serie von zuvor vier Niederlagen. Nun fahren die Treuchtlinger mit großen personellen Sorgen zum nächsten Schlüsselspiel nach Nördlingen.
 

© Uwe Mühling, WT Zuletzt konnten die VfL-Baskets einen 100:85-Heimsieg gegen Unterhaching bejubeln und beendeten damit ihre Serie von zuvor vier Niederlagen. Nun fahren die Treuchtlinger mit großen personellen Sorgen zum nächsten Schlüsselspiel nach Nördlingen.  

„Ich hatte ein gutes Gefühl, dass wir in Nördlingen nachlegen können“, berichtet Harlander. Allerdings haben die personellen Entwicklungen in den vergangenen Tagen dafür gesorgt, dass dieses gute Gefühl beim Coach gewichen ist. Die Treuchtlinger müssen aller Voraussicht nach auf mehrere Leistungsträger verzichten. „Realistisch betrachtet sind wir dadurch der krasseste Außenseiter“, findet Harlander und ärgert sich über diesen Rückschlag.

Ohne Huhn, Schmoll und Co?

Nach seinen Worten wird Claudio Huhn beruflich bedingt so gut wie sicher fehlen (er ist bei einem Einsatz mit der Bereitschaftspolizei). Zudem ist Stefan Schmoll erkrankt und wird deshalb höchstwahrscheinlich ausfallen. Des Weiteren macht Florian Beierlein nach längerer Verletzungspause zwar wieder die „ersten Gehversuche“. Sein Einsatz ist aber äußerst fraglich – genauso wie der von Moritz Schwarz, der mit einem dicken Knöchel zu kämpfen hat. Bei Beierlein und Schwarz hat der Trainer zumindest eine „Resthoffnung“. Sollten tatsächlich alle genannten Spieler ausfallen, dann fehlen vier Mann aus der Achter-Rotation, mit welcher der VfL oftmals agiert.

Krankheitsbedingt ist obendrein noch der Einsatz von Jens Kummer offen, sodass die Personaldecke bei den Treuchtlingern noch dünner werden könnte, was natürlich extrem bitter ist vor dem wichtigen Match in Nördlingen. „Trotz allem werden wir mit unserer Resttruppe versuchen, den Nördlingern das Leben so schwer wir möglich zu machen“, betont Trainer Harlander und sieht in dieser Situation auch eine Chance für die Spieler, die sonst weniger im Fokus stehen: Sie können sich nun zeigen, und ihr Coach hofft, „dass der eine oder andere über sich hinauswächst“.

Mit Claudio Huhn, Stefan Schmoll und Florian Beierlein fehlen im Normalfall just jene Spieler, die neben Topscorer Luca Wörrlein (im Schnitt 24,7 Punkte) in dieser Saison die meisten Körbe beim VfL erzielen. „Claudio und Flo sind als Guards oftmals unsere Türöffner, Stefan ist der beste Passer“, macht Harlander deutlich, wie schwer diese Ausfälle wiegen. „Eigentlich kann man nicht von einer vernünftigen Chance sprechen“, findet der Treuchtlinger Trainer mit Blick auf das Nördlingen-Spiel und wird durchaus emotional: „Da schmerzt das Sportlerherz.“

Unvergessliches Hinspiel

Gerade gegen den TSV Nördlingen, der drei Profis in seinen Reihen hat, wäre der VfL gerne in Bestbesetzung angetreten. Zumal ja noch aus dem Hinspiel vom Oktober bekannt ist, wie eng es werden könnte. Damals gewann Treuchtlingen in der Weißenburger Halle ein mitreißendes, unvergessliches und schon verloren geglaubtes Match in der Verlängerung noch mit 111:110 – und das nach zwei völlig verrückten Aufholjagden im letzten Viertel sowie in der „Overtime“.

Mit der Erinnerung an diesen Erfolg und diese Energieleistung sowie mit dem jüngsten Sieg gegen Unterhaching im Gepäck wären die VfL-Baskets durchaus optimistisch nach Nördlingen gefahren. Durch die Ausfälle hat sich die Ausgangssituation nun natürlich verändert. Eines bleibt aber gleich: „Du brauchst in diesem Spiel jedes Prozent an Leistung“, weiß Trainer Stephan Harlander und baut auf seine Spieler, dass sie am Samstagabend tatsächlich jedes Prozent herauskitzeln.

Der VfL-Kader: Yannick Rapke, Kevin Vogt, Moritz Schwarz (?), Simon Geiselsöder, Jens Kummer (?), Stefan Schmoll (?), Tobias Hornn, Florian Beierlein (?), Luca Wörrlein, Jonathan Schwarz, Jakob Vitzethum, Paul Mutterer, Moritz Rettner.

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