Kein Wechsel innerhalb der Zweiten Liga

Burgstaller-Rückkehr zum Club geplatzt: St. Pauli legt Veto ein

Uli Digmayer
Uli Digmayer

Sportredaktion

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14.6.2022, 12:54 Uhr
St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann (rechts) lässt Guido Burgstaller nicht zum  1. FC Nürnberg ziehen.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann (rechts) lässt Guido Burgstaller nicht zum  1. FC Nürnberg ziehen.

Sie wähnten sich fast schon am Ziel beim 1. FC Nürnberg: "Ich glaube schon, dass wir mit dem Spieler eine Einigung erzielt hätten", sagte Sportvorstand Dieter Hecking und berichtete von "zwei, drei guten Gesprächen", die er, Sportdirektor Olaf Rebbe und Cheftrainer Robert Klauß mit Burgstaller geführt hatten, nachdem bekannt geworden war, dass es den Österreicher aus familiären Gründen wieder näher an die Heimat zieht.

Allerdings gestalteten sich die Verhandlungen mit dem FC St. Pauli, wo Burgstaller noch bis 2023 unter Vertrag steht, von Anfang an schwierig. Zunächst sei vom Hamburger Sport-Geschäftsführer Andreas Bornemann, früher selbst am Valznerweiher tätig, eine Ablösesumme aufgerufen worden, "die für unsere Seite unrealistisch war", wie Hecking betont, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Dem Vernehmen nach soll sie im siebenstelligen Bereich gelegen haben - viel Geld für einen 33-Jährigen. Seriöse Verhandlungen darüber seien kaum möglich gewesen, sagt Hecking.

Nun schob der Kiez-Klub einer möglichen Burgstaller-Rückkehr nach Franken endgültig einen Riegel vor: Per Präsidiumsbeschluss wurde festgelegt, dass der Torjäger nicht zu einem direkten Liga-Konkurrenten wechseln darf. Ein in der Branche zumindest ungewöhnliches Geschäftsgebaren, von dem vermutlich Rapid Wien profitieren dürfte: Auch die Österreicher buhlen seit einiger Zeit um ihren früheren Stürmer. Und dass Burgstaller in Hamburg bleibt, gilt als nahezu ausgeschlossen.

Am Valznerweiher hat man die Angelegenheit abgehakt, wie Hecking betont, "wir nehmen es sportlich". Und konzentriert sich lieber darauf, mögliche Alternativen abzuarbeiten. Ein Plan B liegt natürlich in der Schublade, Hecking hofft, bei der Suche nach einem torgefährlichen Angreifer baldmöglichst Vollzug vermelden zu können.

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