Endlich wieder zu Null

Der Club macht hinten dicht und verdient sich einen Überraschungserfolg

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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16.10.2022, 05:52 Uhr
Stabiler Defensivverbund: Torwart Christian Mathenia bedankt sich bei den Kollegen für einen entspannten Nachmittag.

© Roland Weihrauch, dpa Stabiler Defensivverbund: Torwart Christian Mathenia bedankt sich bei den Kollegen für einen entspannten Nachmittag.

So einigermaßen stabil sah der 1. FC Nürnberg zuletzt Ende Juli und Anfang August aus. Gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth, im Pokal beim 1. FC Kaan-Marienborn und bei Jahn Regensburg stand am Ende der 90 Minuten in Sachen Gegentore jeweils die Null. Danach wurde es wild, vor allem in fremden Stadien war der Club nicht mehr ganz dicht: Zuletzt gab es vier Gegentore in Braunschweig, zwei in Darmstadt und drei in Karlsruhe. Weil zwischendrin nur ein einziges 1:0 gegen Bielefeld gelang, musste Trainer Robert Klauß gehen.

Es kam Markus Weinzierl und der sah gleich bei seinem Debüt, wie wacklig der Club in der Defensive ist: Nach dem 2:3 gegen Kiel legte Weinzierl wenig überraschend den Fokus auf die Abwehrarbeit. Belohnt wurde er mit einem weiteren 1:0-Erfolg. In Düsseldorf ließ der Club während der 90 Minuten nur eine einzige gute Gelegenheit der Gastgeber zu - Mathenia entschärfte einen Versuch von Felix Klaus.

"Das war nicht der allerschönste Fußball, aber darum geht es in der Situation nicht", sagte Mathenia hinterher und wirkte dabei sehr zufrieden. Hinter einer Abwehrkette, in die siche Jens Castrop bei Düsseldorfer Ballbesitz als fünftes Glied zurückfallen ließ, hatte Mathenia, wie er überrascht feststellte, "nur einen Ball zu halten".

Angedeutet, sagte der zufrieden Torwart, hatte sich das schon in der Trainingswoche, als der "Fokus auf Zweikämpfen und nicht so auf spielerischen Lösungen" gelegen hatte. Es hatte sich gelohnt, nach den vielen Gegentoren zuletzt, durfte sich Weinzierl ein zufriedenes Fazit gönnen: "Das war wieder ein Schritt nach vorne. Wir haben gut verteidigt." Vor allem hatten sie das gemeinsam getan, wie der Kapitän erfreut feststellte. "Heute war es ein Super-Gefühl", sagte Christopher Schindler, "jeder war für den anderen da."

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