Testspiel in Prag

Der lustige Club-Familienausflug endet mit einer Niederlage

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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21.1.2023, 12:36 Uhr
Hinten nicht immer ganz dicht: Der Club ließ in Prag zu viele Chancen und - hier das 1:3 - Gegentreffer zu.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Hinten nicht immer ganz dicht: Der Club ließ in Prag zu viele Chancen und - hier das 1:3 - Gegentreffer zu.

Den Samstag nutzte die Club-Familie zu einem Familienausflug nach Prag. Knapp 3000 Menschen begleiteten den 1. FC Nürnberg in die tschechische Hauptstadt, in der es erfreulich gutes Bier und eine unerfreulich gute Fußballmannschaft.

Gegen Sparta Prag wollte sich der Club am Ende einer langen Winterpause etwas Mut holen für den Rückrundenstart gegen den FC Sankt Pauli in einer Woche, musste allerdings früh erkennen, dass das beim Dritten der ersten Liga Tschechiens kompliziert werden könnte. Am Ende stand beim Wiedersehen mit Asger Sörensen eine 1:3 (1:3)-Niederlage.

Begonnen hatte die Partie ohne große Überraschungen in der Startelf von Markus Weinzierl. Am Freitag bereits hatten diejenigen, die wohl auch beim Zweitligastart nicht von Beginn an auf dem Platz stehen werden, gegen die hauseigene U23 getestet, am Samstag sah man dann Weinzierls derzeit beste Mannschaft: In der Innenverteidigung stand Sadik Fofana an der Seite von Christopher Schindler, im defensiven Mittelfeld sorgte Florian Flick für Ordnung und Struktur und ganz vorne sah man wieder Christoph Daferner und Kwadwo Duah.

Man sah aber vor allem einen für die Nürnberger zu wuchtigen Start der Gastgeber. Nach vier Minuten und einem Eckstoß fanden Fofana und Schindler keinen Zugriff - der neue Torwart Peter Vindahl Jensen war ein erstes Mal geschlagen. Drei Minuten später leistete sich Flick einen Querschläger im Mittelfeld, der zur Vorlage wurde: Frei vor Vindahl Jensen traf ein Prager zum 2:0.

Daferner trifft, Blum debütiert

Immerhin der Club-Anhang sang fröhlich weiter und auf dem Platz stabilisierte sich das Geschehen in der Folge. Nach 38 Minuten traf dann auch der FCN. Nach Vorarbeit von Duah und Jens Castrop schoss Daferner zum 1:2 ein. Kurz vor der Pause dann allerdings noch ein schneller Angriff der Prager und das 1:3. Wieder sah die Club-Defensive so löchrig aus wie in der Hinrunde.

Nach der Pause ersetzte dann Johannes Geis Fofana und gab Danny Blum eingewechselt für Daferner sein Comeback im Club-Trikot. Der Club agierte fortan mit einer defensiven Dreierkette, die Geis zum Zentrum hatte. Etwas gefestigter sah das nun auch, wenngleich Sparta spielbestimmend blieb. Die erste Gelegenheit des zweiten Durchgangs hatte dennoch Nürnberg, aber Duah traf nach knapp einer Stunde den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig.

Danach trudelte das Spiel seinem Ende entgegen. Dem Club gelang in der Offensive nicht mehr viel, was sich am kommenden Wochenende gegen Sankt Pauli ändern muss, wenn man mal wieder ein Familienfest feiern will.

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