Zweites 1:0 in Serie

Wie der Club anderen neuerdings wieder die Lust nimmt

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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19.10.2022, 09:59 Uhr
Intensives Spiel: Johannes Geis fand es geil.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Intensives Spiel: Johannes Geis fand es geil.

Johannes Geis war so euphorisiert, wie man es nach einem 1:0 bei einem Drittligisten nur sein kann. "Einfach geil", sagte also der Mittelfeldspieler des 1. FC Nürnberg nach dem Pokalerfolg beim SV Waldhof Mannheim. Er meinte weniger das eigene Spiel als die Atmosphäre, die den Abend im Carl-Benz-Stadion zu einem besonderen gemacht hatte.

Der Club steht im Achtelfinale - das konnte man nach den Schwierigkeiten der vergangenen Wochen und einem Spiel bei der heimstärksten Mannschaft der 3. Liga dann aber schon tatsächlich geil finden. Es war für die Nürnberger um Geis der zweite 1:0-Erfolg nach dem überraschenden Erfolg in Düsseldorf vom Sonntag. Woran es lag? Auch am neuen Trainer, sagte Geis: "Man sieht, wie sich unser Spiel verändert hat. Wir stehen sehr kompakt. Wir trainieren jeden Tag, was wir machen müssen."

Trotzdem bleiben sie zurückhaltend. "Die Situation ist immer noch nicht die beste", sagt dazu Geis, der sich in Mannheim wie alle seiner Kollegen weniger durch Spielwitz als durch harte Arbeit hervortat. Im Moment hilft ihnen das und hilft ihnen die Ansprache des neuen Trainers. "Die Mannschaften sollen sagen, dass sie keine Lust haben, gegen uns zu spielen", sagte Geis auch noch, zitierte dabei aber nur Weinzierl und dessen Kabinenansprache.

Der betonte nach dem Spiel auch noch einmal, dass er von seiner neuen Mannschaft "mehr Intensität" eingefordert hatte. Er bekommt sie neuerdings regelmäßig, weshalb der Club jetzt nicht nur nach Weinzierls Meinung "verdient" im Pokal-Achtelfinale steht und wieder auf einen einigermaßen schönen Winter hoffen darf.

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