Erlangens Erstligist ärgert sich

Genervt in Stuttgart: Firnhabers Weckrufe an den HCE

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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1.4.2022, 10:59 Uhr
Bei Erlangens Spielgestaltung muss sich schnell etwas ändern. Das findet auch Sebastian Firnhaber.

© Sportfoto Zink / OGo Bei Erlangens Spielgestaltung muss sich schnell etwas ändern. Das findet auch Sebastian Firnhaber.

Sebastian Firnhaber machte im Anschluss an das 29:34 in Stuttgart aus seinem Herzen keine Mördergrube. Im Gespräch mit Sky, in dem Erlangens Kreisläufer nach einer aus HCE-Sicht enttäuschenden Partie Ursachenforschung betrieb? Ging "Flamme" dennoch erstmal einen Schritt zurück.

"Wir haben super trainiert in den letzten Wochen", hielt Erlangens weißblonder Führungsspieler fest. Um die konsequente Umsetzung dessen als Problem zu brandmarken. "Wir schaffen es einfach nicht, den Schalter umzulegen. Wir führen immer wieder und verschenken das leichtfertig", schimpfte Firnhaber beim Bezahlsender.

"Zu leichtfertig", diese Wiederholung wählte Firnhaber sicherlich bewusst, habe sein HCE agiert. Bei abstiegsgefährdeten Stuttgartern Bälle verschenkt, technische Fehler produziert, danebengeworfen. Nach gutem Start in die Partie: der entscheidender Schlag ins Kontor.

Enttäuschung im Talkessel

Erlangen ließ ruppige Gastgeber im Spiel, ausgleichen und nach der Pause aufgrund eigener Unzulänglichkeiten auf fünf Tore davonziehen. In der Porsche-Arena, in welcher vom Heimpublikum getragenen Schwaben im Fortlauf vieles leichter fiel, eine zu große Hypothek. Firnhaber war beteiligt, als Erlangen zurückschlug. Und verständlicherweise enttäuscht, dass die HCE-Antwort im Talkessel einfach so verhallte.

"Jeder von uns muss fünf Prozent mehr geben. Das würde wahrscheinlich schon reichen, um aus den letzten drei Spielen etwas Zählbares mitzunehmen", resümierte der 27-Jährige sich selbst miteinschließend.

Hamburg, Göppingen, Stuttgart: Für Firnhabers HCE war zuletzt mehr drin. Ist es vielleicht auch demnächst. Beim Final-Four-Turnier in Hamburg Ende April. Darauf angesprochen, so kurz nach der Niederlage in Bad Cannstatt, reagierte Frankens norddeutscher Kreisläufer jedoch geradlinig genervt.

Aufpassen, Erlangen!

"Ich kann’s nicht hören. Wir müssen jetzt einfach mal in der Liga punkten", sagte Firnhaber. Und, dass man im handballdeutschen Oberhaus nun "auf jeden Fall auch nach unten schauen" sollte.

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