Heiny erhält Extralob

Heimsieg, Flensburg, Heimsieg? Der HC Erlangen wirbt um mehr Zuschauer

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

zur Autorenseite

11.11.2022, 11:16 Uhr
Bedankte sich nach einem guten Spiel bei Lutz Heiny: HCE-Coach Raul Alonso.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Bedankte sich nach einem guten Spiel bei Lutz Heiny: HCE-Coach Raul Alonso.

Es waren natürlich 3923 Zuschauer, die mit von der Partie waren. Bei Erlangens Feierabend gegen Hamburg. Nicht 2923. Auch wenn der Spieltextautor das aus seinem Block so in die Freitagsausgabe dieser Zeitung überführte. Entschuldigung. Alle - ausgenommen der Hamburger -, die da waren, sollten ihr Kommen beim 35:29 gegen den HSVH jedenfalls nicht bereuen.

Steinert trifft, Ferlin hält

Konzentriert waren zu Beginn zuletzt schlafmützige Hausherren in die Partie gestartet. HCE-Coach Raul Alonso hatte Wachsamkeit gebetmühlenartig gefordert. Zu seiner Freude war der HC Erlangen dann auch unmittelbar wach. Sehr präsent in der der Auseinandersetzung mit prominenten Gästen - und sogar 9:3 vorne, was man einem zielgenau abschließenden Christoph Steinert, mit sieben Toren am Ende bester Werfer, zu verdanken hatte. Aber auch Klemen Ferlin, der am Schluss zwölf Paraden vorwies. Und damit vier mehr als Jogi Bitter, der zuletzt herausragende Fabeltorwart Hamburgs.

Dass der HSVS die Auseinandersetzung mit den von den Fans beeindruckend unterstützten Erlangern im Fortlauf deutlich enger gestalten sollte, war der Hamburger Qualität geschuldet und zwischenzeitlichen Schlampigkeiten des HCE. Als Erlangen gefordert war, war es jedoch erneut konzentriert zur Stelle. Etwa in Person von Lutz Heiny, der wichtige Treffer markierte, quirlig und durchsetzungsstark auftrat – und sich von Raul Alonso folglich ein Extralob abholte. "Ich freue mich für Lutz, der so hart arbeitet", sagte der Trainer nach dem Ertönen der Schlusssirene.

Endlich ein Faktor auf der Platte

"Es ist eine Qualität unserer Mannschaft, dass immer andere die Verantwortung übernehmen", schob der Coach hinterher. Und meinte neben Steinert, Ferlin und Sommerzugang Heiny – in der bisherigen Saison auf der Platte zuvor noch kein großer Faktor - auch Sellin, Bissel, Jeppsson, Firnhaber und alle anderen, die Anteil hatten am verdienten Erfolg gegen widerstandsfähige Gäste, die bis in die Schlussminuten hinein nicht in eine Niederlage einwilligen wollten.

Als der Widerstand des HSVH gebrochen war, Erlangen den Sieg sogar eindrucksvoll gestaltete, durfte sich der HCE einfach nur freuen. In einer großen Jubeltraube. Mit seinen Fans. "Es hat heute einfach mega Spaß gemacht", resümierte Raul Alonso im Anschluss. Seinen Heimnimbus hat der Tabellenfünfte gewahrt. "Nun müssen wir zeigen, wie wir nur 48 Stunden später in Flensburg bestehen können", sagte Alonso. Und rückte Erlangens nächste Aufgabe in den Fokus.

Behauptungsstark am Samstag?

In der "Hölle Nord", zu Gast bei einem zuletzt fast dauersiegenden Spitzenteam, möchte sich Erlangen erneut behaupten. Und am Samstag ab 20.30 Uhr (Sky) für noch mehr Zuschauer werben. Zuschauer, die der HCE verdient hat. Die helfen sollen bei noch schönen Hausaufgaben im November.

Verwandte Themen


Keine Kommentare