Obling hadert und freut sich doch

"Nicht zufrieden": Erlangens Black-Night-Laune hellt nur ein Promi auf

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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5.12.2022, 18:53 Uhr
Probier's nur, du Paul Drux: HCE-Keeper Bertram Obling versuchte sich bei der Black Night gegen Tabellenführer Berlin mal mehr, mal weniger erfolgreich in der Torverhinderung. Ein damit beim Fußball beschäftigter Kollege fieberte in Nürnberg dabei mit.  

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Probier's nur, du Paul Drux: HCE-Keeper Bertram Obling versuchte sich bei der Black Night gegen Tabellenführer Berlin mal mehr, mal weniger erfolgreich in der Torverhinderung. Ein damit beim Fußball beschäftigter Kollege fieberte in Nürnberg dabei mit.  

Große Gefühle hatte der HCE produziert in seiner Black Night gegen Berlin. Dass man danach dennoch ein kleinwenig unzufrieden war, wollte auch Nico Büdel nicht verhehlen. "Einen Ticken mehr frustriert" sei er, sagte Erlangens Spielmacher nach dem 28:30, bei dem tatsächlich mehr drin gewesen war. "Im Großen und Ganzen haben wir gut gespielt, sind aber an unserer Chancenverwertung gescheitert", ärgerte sich Büdel.

Gute Idee

Mehr drin waren vor allem: Zuschauer. 7054 vornehmlich in Schwarz gekleidete Handball-Begeisterte oder Menschen, die es vielleicht noch werden, bedeuteten Bestwert für Erlangen. Seinen Zuschauerschnitt katapultierte der HCE mit der beinahe ausverkauften Arena damit auf 4761 Besucher. Die Zuschauer, die immer oder oft kommen, verdeutlichten mit denen, die durch die Atmosphäre eines besonderen Abends angelockt wurden, dann auch, dass es vor über elf Jahren eine gute Idee von Aufsichtsratsboss Carsten Bissel war, die Black-Night-Idee für den HCE zu adaptieren.

Die schwarze Nacht ist Erlangen lieb und teuer. Von dem "immer besonderen Feeling", der "großen Vorfreude im Umfeld" hatte auch Linkaußen Christopher Bissel im Vorfeld berichtet. Als sich der Qualm der Wunderkerzen aufgelöst hatte, war dieses Kollektivgefühl auch rasch wieder da.

Und immer wieder Milosavljev

Mit der Schwungmasse der 7054 kam der HCE immer wieder heran. "Dann lassen wir die Chancen liegen und die Füchse gehen wieder weg", identifizierte Nico Büdel eine der Erlanger Schwächephasen, die gegen den Bundesliga-Primus ebenso teuer wurde wie der der misslungene Start in Durchgang zwei. "Wir schaffen es auf Minus zwei, haben dann aber erneut eine schlechte Phase, in der wir uns zeitnah vier, fünf gute Hundertprozentige erspielen, Füchse-Torwart Milosavljev diese aber vereitelt", haderte Büdel weiter.

Dass der der HCE von Nico Büdel, mit fünf Treffern gleichauf mit Steinert und Sellin Erlangens bester Werfer, gegen abgezockte Berliner fast dennoch die Ausgleichschance hatte, hatte dieser auch Bertram Obling zu verdanken.

Steinert, Zechel, Querbalken

Zwei Minuten vor Spielende parierte der Torwart Anderssons Siebenmeter, holte den Ball hastig aus dem Fangnetz und beförderte ihn schnell zurück ins Spiel. Die Schwungmasse in der Arena setzte sich noch einmal in Bewegung, Steinert und Zechel, der letztlich am Querbalken verzweifelte, verpassten jedoch den Anschlusstreffer zum 27:28.

"Überhaupt nicht zufrieden", toppte der sympathische Däne die Spielwahrnehmung Büdels im Zuge der ersten Enttäuschung. Dass sie es zumeist gut gemacht hätten, drin waren in der Partie, erklärte Obling freilich auch.

Neuer fiebert mit

"Geil jedenfalls, dass er da war", sagte der HCE-Keeper zumindest recht eindeutig darüber, dass ihm auch der aus Katar heimgekehrte Manuel Neuer zugejubelt hatte.

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