1:2 in Köln

Ice Tigers können Reimer kein Geschenk zum 1000. machen

Sebastian Böhm
Sebastian Böhm

Sportredaktion

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3.12.2021, 21:49 Uhr
Aufmerksamer Ersatzmann: Alex Dubeau (rechts) überzeugte bei seinem DEL-Debüt.

Aufmerksamer Ersatzmann: Alex Dubeau (rechts) überzeugte bei seinem DEL-Debüt. © Revierfoto via www.imago-images.de

In Deutschland gibt es einen exklusiven Klub, dessen Mitglieder sich besonders kundig über Zahnersatz und die besten Gästekabinen austauschen. Alle haben mindestens 1000 Spiele in der Deutschen Eishockey Liga bestritten. Weil am Freitag ein neues Mitglied aufgenommen werden sollte, haben Patrick Köppchen (1025 Partien), Niki Mondt (1060), Daniel Kreutzer (1060), Yannic Seidenberg (1062) und Sebastian Furchner (1096) ihren Präsidenten mit einem besonderen Geschenk nach Köln geschickt. Vor dem Spiel der Ice Tigers bei den Haien überreichte Mirko Lüdemann (1197) dem Nürnberger Kapitän Patrick Reimer (1000) einen Kasten Kölsch.

60 Spielminuten später war dem 38-Jährigen weder nach Kölsch noch nach dem Zwick'l von der Lindenbrauerei aus seiner Heimatstadt Mindelheim. Dass die Ice Tigers knapp mit 1:2 (0:1, 1:1, 0:0) verloren, wird bei Reimer länger nachwirken als der Stolz über DEL-Spiel Nummer 1000.

Corona - sogar in Köln

Wieder mit Tyler Sheehy und erstmals mit dem als Absicherung bis Mitte Januar verpflichteten Alex Dubeau im Tor, weiterhin ohne Andrew Bodnarchuk und Marko Friedrich (Corona) und Oliver Mebus trafen die Ice Tigers abermals auf eine Mannschaft, die erst kurz vor der Partie von positiven Corona-Tests aufgerüttelt wurde. Zuletzt hatte das in Mannheim auch unter den Ice Tigers zu vier Infektionen geführt. Bei den Haien wurden sechs Teammitglieder isoliert, darunter mit Andreas Thuresson der Topscorer und mit Moritz Müller der Kapitän.

Davon war nur wenig zu merken. Nürnberg spielte im ersten Drittel gefälliger, blieb gerade im Power-Play aber gewohnt harmlos. Köln spielte mit und nutzte eine Lässigkeit von Chris Brown zum Führungstreffer: Mark Olver hatte die Zeit zu warten, bis Dubeau auf dem Eis lag. Danach dominierten die Haien vor allem in den Zweikämpfen. In Überzahl hatte diesmal Max Kammerer zu viele Freiheiten (33.) – 2:0. Nürnberg aber steigerte sich von Angriff zu Angriff. Erneut im Power-Play reichte das noch nicht. Kurz darauf traf Dennis Lobach (33.).

Gegen Bremerhaven ohne Zuschauer

Weil die Gäste danach aber den Schwung wieder verloren und Reimer die Latte, aber diesmal nicht ins Tor traf, blieb es beim 2:1 für die Haie. Am Sonntag treffen die Ice Tigers zu Hause auf Bremerhaven (16.30 Uhr). Dass zu Patrick Reimers 1001. DEL-Spiel keine Zuschauer zugelassen sind, ist ein Jammer.

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