Eishockey: 1:5 gegen Dingolfing

Ice Dogs gehen im Regen baden

5.1.2022, 13:35 Uhr
Turbulente Szenen vor dem Kasten von EVP-Goalie Maximilian Schmidt. Mit dem EV Dingolfing stellte sich ein Topteam vor, das eigentlich in der Landesliga nichts mehr zu suchen hat.
 

Turbulente Szenen vor dem Kasten von EVP-Goalie Maximilian Schmidt. Mit dem EV Dingolfing stellte sich ein Topteam vor, das eigentlich in der Landesliga nichts mehr zu suchen hat.   © Andreas Beil, NN

Am Ende fiel die Niederlage der EV Pegnitz Ice Dogs um ein, zwei Tore zu hoch aus. Doch eine komplett verschlafene Anfangsphase konnte die junge Truppe nicht egalisieren. Auch wenn die Moral gestimmt habe, wie Trainer Markus Hausner nach dem Spiel bekräftigte. „Doch leider haben uns drei individuelle Fehler auf die Verliererspur gebracht.“ Die Aufstiegsfavoriten aus Dingolfing, die mit mehreren Ausländern und Topspielern nach Pegnitz gekommen waren, wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen am Ende mit 5:1.

Das Freiluftstadion wurde wieder einmal seinem Ruf gerecht. Denn bei Wind und Regen sahen die 158 Zuschauer in den ersten Minuten eine sehr starke Gästemannschaft, die bereits nach zehn Sekunden den ersten Schuss auf das Pegnitzer Tor abfeuerte. Und weiter ging es nur in eine Richtung. „Ich weiß nicht, an was es lag, dass wir die Anfangsphase so gespielt haben“, so Hausner.

Der erste folgenschwere Fehler unterlief dem EVP in der 6. Minute, den der nächste tschechische Neuzugang David Michl zur 1:0 Führung für die Isar Rats ausnutze. Weiter ging es in der 12. Minute, als Waldemar Detterer auf 2:0 erhöhte. Und kurz darauf das 3:0 durch Dominik Schindlbeck, Trainer Hausner nahm sofort die Auszeit, um die junge Truppe wachzurütteln.

Ein "Hallo-Wach"-Effekt

Das Spiel der Ice Dogs wurde dann etwas sicherer und auch die ersten Chancen wurden herausgespielt, aber mehr als ein Pfostenschuss spring nicht heraus. Einen weiteren „Hallo Wach“-Effekt gab dann Michael Breyer, der sich nach einem kleinen Gerangel vor dem Tor mit Dingolfings Ohr eine kleine Ringeinlage lieferte. Doch bis zur Drittelsirene passierte dann nichts mehr.

Im zweiten Drittel sahen die Fans eine komplett andere Ice-Dogs-Mannschaft. „Sie haben Moral bewiesen“, so Hausner nach dem Spiel. Die Pegnitzer drängten die Gäste phasenweise in ihr Drittel und erspielten sich manche Großchance. Doch das Tor machten die Isar Rats, denn Artur Schwarz traf in der 24. Minute zum 4:0. Doch entmutigen ließ sich die Hausherren nicht und kämpften weiter verbissen um das erste Tor.

Dies auch noch ohne Ondrej Holomek, der nach einem Check ab dem zweiten Drittel nicht mehr auflaufen konnte. Dafür bekam bei einem vierminütigen Powerplay Förderlizenzspieler Bastian Heringklee seine Chance. Und der gebürtige Pegnitzer erhielt ein Sonderlob vom Trainer.

Kurioser Ehrentreffer

Doch es dauerte bis zur 38. Minute, bis die Fans endlich jubeln durften. Auch wenn das Tor etwas kurios fiel, denn Dingolfings Goalie Dennis Jedrus hatte das Tor bereits zum dritten Mal verschoben, als Roman Navarra traf. So ging es mit einem 1:4 aus Sicht des EVP in die zweite Drittelpause.

Und aus dieser wollten die Ice Dogs wieder so starten wie im Mittelabschnitt, doch diesmal wurden die Angriffe nicht mehr so zielstrebig vorgetragen und man verlief sich mit Einzelaktionen. Und so kam es, dass in der 46. Minute Dingolfings Topspieler Petr Sulcik auf 5:1 erhöhte. Ein paar Sekunden vor dem letzten Wechsel wollten dann auch die Schiedsrichter, die bis dahin eine fehlerfreie Partie lieferten, mitmischen. Nach einem Gerangel bekam überraschenderweise Roman Navarra 2+2 Minuten aufgebrummt und sein Gegenüber, Oliver Ferstl, nur 2 Minuten.

„So etwas bei 5:1“, schimpfte Hausner nach dem Spiel und fügte an: „Der Gegenspieler hat Jonas Voigt in die Maske gegriffen." Doch auch die Gäste kamen nicht ungeschoren davon, denn nur 16 Sekunden später gab es eine unberechtigte Strafzeit gegen die Isar Rats. Dies alles waren aber nur noch Nebenschauplätze, denn das Spiel war entschieden. EVP-Goalie Maximilian Schmidt rettete dann noch einige Male mit tollen Paraden, einmal sogar ohne Stock.

Trotzdem ein gutes Gefühl

„Der Kopf war frei, aber die Beine waren im ersten Drittel nicht da“, so resümierte der Trainer nach dem Spiel. Aber er gehe mit einem guten Gefühl aus dem Spiel heraus: „Nach dem Ausfall von Holomek stand ja eigentlich eine U22-Mannschaft auf dem Eis."

Für die drei folgenden Auswärtsspiele werden auch die drei Förderlizenzspieler aus Nürnberg wieder an Bord sein. „Wir brauchen sie auch, den mit Patrik Dzemla rechne ich frühestens zum Haßfurt-Spiel am 21. Januar“, so der Trainer. Zuvor steht allerdings der richtungsweisende Dreierpack in Trostberg (Donnerstag), Waldkirchen (Freitag) und Sonntag (Freising) auf dem Programm. Danach wird man sehen, ob die Ice Dogs ihren Traum von den Playoffs wahr machen können.

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