Neue Organisations-Leiterin

Kurz- und Mitteldistanz: Erlanger Triathlon soll 2022 stattfinden

Katharina Taubeneder
Katharina Taubeneder

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7.1.2022, 10:30 Uhr
2022 soll es wieder soweit sein: Die Starter beim Erlanger Triathlon stürzen sich auf die Schwimmstrecke im Main-Donau-Kanal.

2022 soll es wieder soweit sein: Die Starter beim Erlanger Triathlon stürzen sich auf die Schwimmstrecke im Main-Donau-Kanal. © Peter Roggenthin, NN

Stefanie Guillon weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, nicht starten zu dürfen. Seit 25 Jahren macht die gebürtige Mainzerin Triathlon - und in all der Zeit war es nie so schwer wie in den Monaten seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Triathlon-Wettbewerbe weltweit waren ausgefallen, Hobby-Sportlern blieb nichts als das einsame Training. Auch den Erlanger Triathlon hatten die Organisatoren zweimal abgesagt.

Hinzu kam der Abschied der ehemaligen Organisations-Leiterin Jennifer Steib. Die Großveranstaltung lag damit wieder in den Händen der Ehrenamtlichen der Triathlon-Abteilung des TV 1848 Erlangen. Dabei ist ein Event mit 800 Startern und einer Radstrecke quer durch den Landkreis Erlangen-Höchstadt mittlerweile nicht mehr nur durch Freiwillige zu stemmen.

2019 hat sie selbst gefinisht: Stefanie Guillon im Ziel des Erlanger Triathlon.

2019 hat sie selbst gefinisht: Stefanie Guillon im Ziel des Erlanger Triathlon. © Stefanie Guillon, NN

Der Verein suchte daher einen Nachfolger für die hauptamtliche Teilzeit-Stelle - und fand diesen auch. Allerdings nicht am Kosbacher Weg. Stefanie Guillon ist Mitglied beim TB Erlangen, ihre Trainingsstrecken liegen im Osten der Stadt. Durch ihren Mann, Kassenwart der Triathlon-Abteilung des TV 48, war eine Verbindung in den Westen dennoch immer da. 2019 hat die 46-Jährige, die ihre Sport-Karriere in ihrer Mainzer Heimat als Rettungsschwimmerin begonnen hatte, auf der Kurzdistanz den Erlanger Triathlon gefinisht. Nun, drei Jahre später, wird sie ihn erstmals selbst organisieren.

Neue Doppelspitze der Triathlon-Abteilung des TV 48 Erlangen

Die gelernte Diplom-Ingenieurin traut sich das zu. Auch weil sie weiß, dass sie ein erfahrenes Helfer-Team an ihrer Seite hat. "Seitdem ich das Organisations-Team kenne, merke ich, wie viel hinter so einem Event steckt. Das bekommt man als Zuschauer oder Athlet gar nicht mit." Vor allem die Planung der Radstrecke ist "enorm", mit all den Genehmigungen, Straßensperrungen und Streckenposten.

Bisher haben die Abteilungsleiterin Ulrike Rabenstein und Karlheinz Preller in der Organisations-Leitung mitgewirkt, und werden das unterstützend auch weiter tun. Die Führung aber liegt nun bei anderen. So ist es auch in der Triathlon-Abteilung des TV 48, hier haben Joachim Morbach und Kerstin Hof als Doppelspitze die Leitung von Rabenstein übernommen.

Auch der Erlanger Schülertriathlon soll stattfinden

Die Erlanger Triathleten stellen sich also neu auf. Gleich bleiben soll der Wettbewerb. 300 Startplätze gibt es auf der Kurzdistanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und elf Kilometer Laufen. Hinzu kommen 500 Start auf der Mitteldistanz über zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen. Die Wechselzone wird wieder am TV-Gelände sein, wie 2019, auch die Radstrecke wird der von 2019 sehr ähneln. Und ebenso wie wie vor drei Jahren ist der Erlanger Schülertriathlon als Teil des Sport-Wochenendes vorgesehen, für Freitag, 22. Juli.

"Das Get Together und die Startnummern-Ausgabe machen wir am Samstag vor dem Wettbewerb am TV-Gelände", sagt Guillon. Einen Versuch, mit einer Veranstaltung ins Stadtzentrum zu gehen, soll es diesmal nicht geben. "Wir wissen ja noch nicht einmal, ob wir überhaupt Zuschauer begrüßen dürfen." Corona macht der neuen Orga-Leiterin zwar "keine Sorgen", wie sie sagt, doch muss sich das Team auf verschiedene Szenarien einstellen, unter denen der Triathlon stattfinden kann.

"Ein Wettkampf ist ein Lichtblick und motiviert"

"Das Orga-Team ist jedenfalls total motiviert", sagt Guillon. Durch ihre Verbindung zum TB Erlangen sei hier nun auch etwas zusammengewachsen, erstmals gebe es Helfer vom Turnerbund. "Wir versuchen, einen Schritt in Richtung Normalität zurückzukehren", sagt Guillon, "gerade ein Wettkampf ist dabei ganz wichtig. Es ist ein Lichtblick und motiviert, damit man im Training dranbleibt."

Die Erfahrung hat die Wahl-Erlangerin selbst gemacht. Im vergangenen Jahr ist sie erstmals wieder bei einem Triathlon angetreten, beim Ironman 70.3. in Vichy. "Das war bislang mein Highlight, weil es so schön war, nach eineinhalb Jahren wieder starten zu dürfen." Dieses Gefühl sollen die Athleten in Erlangen dann auch haben. Die Online-Anmeldeportal öffnet am 1. März.

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