Energiekosten

So sparen Sie beim Heizen richtig viel Geld

vnp

21.11.2023, 10:16 Uhr
Wer ein paar Tipps beherzigt, kann beim Heizen viel Geld sparen. 

© Thomas Banneyer/dpa Wer ein paar Tipps beherzigt, kann beim Heizen viel Geld sparen. 

Zwar wird das Heizen 2023 voraussichtlich günstiger als noch im Vorjahr, trotzdem verschlingt das Erwärmen von Räumen in Privathaushalten etwa 70 Prozent der Gesamtenergiekosten. Wenn sich diese Kosten senken lassen, macht sich das umgehend in den Geldbeuteln bemerkbar.

Im Schlafzimmer darf es kühler sein

Für jedes Grad, um das die Raumtemperatur abgesenkt werden kann, lässt sich der Verbrauch um rund sechs Prozent absenken. Warm sollte es dennoch bleiben. Im Wohnzimmer rät die Nürnberger Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern daher zu 20 Grad. Im Schlafzimmer reichen 18 Grad. Bei weniger genutzten Räumen sollen auch 16 Grad ausreichend sein.

Nachts und wenn niemand zu Hause ist, können Verbraucher die Temperatur ebenfalls senken. Jedoch sollte die Temperatur nicht unter 16 Grad fallen, da ansonsten Schimmel droht. Ein programmierbarer Thermostat hilft beim Einstellen von Zeit und Temperatur.

Die wichtigste Regel beim Lüften in der Heizperiode lautet: Mehrfach täglich stoßlüften, statt Fenster dauerhaft kippen. Bewohner sollten ihre Fenster komplett für wenige Minuten, möglichst mit Durchzug, öffnen. Das sorgt für einen schnellen Luftaustausch, ohne dass die Wände auskühlen.

Ferner gilt: Heizkörper sollten nicht durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge abgedeckt werden. Nur so ist die Leistung der Heizung voll nutzbar und die Thermostate funktionieren optimal. Da auch Flusen und Staub die Wärmeabgabe mindern können, sollten die Heizkörper zudem regelmäßig entstaubt werden.

Energieverbrauch reduzieren

Luft im Heizsystem sorgt ebenfalls für einen erhöhten Energieverbrauch. Um Heizkörper zu entlüften, können Verbraucher das Entlüftungsventil mit einem speziellen Schlüssel öffnen und die eingeschlossene Luft entweichen lassen. Sobald nur noch heißes Wasser austritt, sollte das Ventil wieder fest verschlossen werden. Bei Häusern oder Wohnungen mit mehreren Etagen sollten zunächst die Heizkörper in den unteren und zum Schluss die in den obersten Etagen entlüftet werden.

Undichte Fenster und Außentüren sorgen nicht nur für unangenehme Zugluft, sondern durch sie heizen Verbraucher sprichwörtlich zum Fenster hinaus. Ob eine Erneuerung der Dichtung oder ein Nachjustieren nötig ist, lässt sich mit einem Blatt Papier testen. Das klemmt man zwischen Fensterrahmen und -flügel. Lässt es sich bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen, ist das Fenster an dieser Stelle dicht.

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