Basketball-Regionalliga

"Reset" zur Rückrunde: VfL-Baskets Treuchtlingen starten gegen Haching in die zweite Halbserie

Uwe Mühling

19.11.2022, 10:33 Uhr
Luca Wörrlein (am Ball) ist mit bislang 22,7 Punkten pro Spiel der erfolgreichste Werfer der VfL-Baskets. Er und sein Team hoffen nach zuletzt drei Auswärtsspielen (hier in Ansbach) und vier Niederlagen in Folge auf einen Sieg im Heimspiel gegen Unterhaching.
 

© Uwe Mühling, WT Luca Wörrlein (am Ball) ist mit bislang 22,7 Punkten pro Spiel der erfolgreichste Werfer der VfL-Baskets. Er und sein Team hoffen nach zuletzt drei Auswärtsspielen (hier in Ansbach) und vier Niederlagen in Folge auf einen Sieg im Heimspiel gegen Unterhaching.  

Am diesem Samstag, 19. November, erfolgt der Rückrundenstart in der 1. Regionalliga Südost und deren Südgruppe. Gegner sind erneut die Haching Baskets, die ab 19 Uhr in der Landkreishalle gastieren. Hat der VfL nach vier Niederlagen in Folge nun zum Start der zweiten Halbserie die Reset-Taste gedrückt? „Na hoffentlich“, antwortet Trainer Stephan Harlander auf diese Frage.

Vier Siege für Play-offs

Ihm war schon mit dem 73:85 in Unterhaching klar, „dass wir eine Bombenrückrunde brauchen“. Diese Ansage hat der Coach nun noch etwas exakter formuliert. „Um unter die ersten vier zu kommen und einen Play-off-Platz zu ergattern, brauchen wir höchstwahrscheinlich vier Siege aus den sechs Spielen der Rückrunde“. Ein wenig helfen könnte dabei der Heimvorteil, denn vier der sechs Rückrundenspiele finden zu Hause statt, und dabei hoffen Harlander und sein Team auf eine große Unterstützung der VfL-Familie und der heimischen Fans.

So auch diesen Samstag gegen die Korbjäger aus Unterhaching. Das Hinspiel vor zwei Wochen ging zwar verloren, doch die Leistung und das Auftreten in den ersten 25 Minuten dieses Spiels haben „Mut gemacht“, wie der VfL-Trainer unterstreicht. Wie berichtet, führten die Treuchtlinger zur Pause noch mit 46:35, gaben dann aber im dritten Viertel den Vorsprung aus der Hand.

Die „positiven Erkenntnisse“ aus dem Match hat Harlander mitgenommen, zudem habe das vergangene, spielfreie Wochenende allen gutgetan. Zuletzt habe die Mannschaft „top trainiert und alle sind mental in der Balance“, findet der Coach. Ihm und seinem Team ist klar, „dass wir uns in vielen Bereichen steigern müssen“. Stephan Harlander ist aber optimistisch, dass dieses Vorhaben gelingt.

„Wir wollen auch ohne Flo gewinnen“, sagt der Trainer mit Blick auf den Ausfall des nach wie vor verletzten Leistungsträgers Florian Beierlein. „Für ihn müssen andere in die Bresche springen“, fordert Harlander und freut sich unter diesem Aspekt, „dass die Schwarz-Brüder gut drauf sind und dass wir in Unterhaching einen sehr guten Stefan Schmoll gesehen haben“. Mit 25 Punkten war Schmoll nicht nur der Topscorer, sondern hat laut Harlander auch „alles reingehauen“. Darauf baut der Trainer nun auch im Rückspiel.

„Bis der Sprit ausgeht“

Man habe viel miteinander geredet in den vergangenen Tagen und auf Kleinigkeiten und Unachtsamkeiten hingewiesen. Selbiges gilt es nun umzusetzen und gegen die Haching Baskets die bestmögliche Leistung aufs Parkett zu bringen. „Für uns geht es darum, alles möglichst gut zu machen, bis uns der Sprit ausgeht“, lautet die Forderung des Trainers.

Wie Treuchtlingen so tritt auch Unterhaching ohne professionelle Spieler an. Bei den Gästen tummeln sich viele Akteure, die es in der Münchner Region nicht ganz nach oben geschafft haben oder dies schlichtweg nicht wollten. Herausragender Akteur im Team von Trainer Stavros Tsoraklidis ist Niklas Kropp. Der frühere FC-Bayern-Spieler gehört mit einem Schnitt von 22,3 Punkten pro Spiel zu den erfolgreichsten Werfern der 1. Regio und führt ein gutes Kollektiv an, in dem auch Mirjan Broening (18,8) und Daniel Gebray (14,5) zweistellig punkten.

Topscorer Luca Wörrlein

Dem können die Treuchtlinger aber einiges entgegenhalten: Luca Wörrlein ist mit einem Schnitt von 22,7 Punkten sogar noch einen Tick erfolgreicher als Kropp und zählt mit 12,3 Rebounds pro Spiel auch in dieser Kategorie zu den Topleuten der Liga. Obendrein haben Florian Beierlein (17,3 Punkte), Claudio Huhn (14,8 Punkte) und Stefan Schmoll (14,2) einen zweistelligen Punkteschnitt. Umso bittererer ist es, dass mit Beierlein einer aus dieser Riege ausfällt – und das auch noch wegen einer Verletzung, die er sich beim Fußball geholt.

Ansonsten sind aber alle Mann an Bord, sodass Stephan Harlander für das Haching-Spiel aus folgendem Kader schöpfen kann: Yannick Rapke, Kevin Vogt, Moritz Schwarz, Simon Geiselsöder, Claudio Huhn, Jens Kummer, Stefan Schmoll, Tobias Hornn, Luca Wörrlein, Jonathan Schwarz, Jakob Vitzethum, Paul Mutterer und Moritz Rettner.

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